Holstuonarmusigbigbandclub

Holstuonarmusigbigbandclub
Allgemeine Informationen
Genre(s) Neue Volksmusik
Gründung 2003
Website www.hmbc.at
Aktuelle Besetzung
Gesang, Saxofon, Klarinette, Flöte, Bassklarinette, Flügelhorn, Akkordeon
Andreas Broger
Gesang, Trompete, Flügelhorn, Beat-Box
Bartholomäus Natter
Johannes Bär
Philipp Lingg
Gesang, Tuba, Tenorhorn, Posaune
Stefan Bär
Chartplatzierungen
(vorläufig)
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung
Erklärung der Daten
Alben
Lieble
  AT 12 27.05.2011 (10 Wo.)
Singles
Vo Mello bis ge Schoppornou
  AT 2 13.08.2010 (33 Wo.)
  DE 66 14.01.2011 (5 Wo.)

Holstuonarmusigbigbandclub, kurz HMBC oder Holstuonar, ist eine österreichische Band der Neuen Volksmusik aus Vorarlberg, die 2003 gegründet wurde. Bekannt wurde sie vor allem durch das Lied Vo Mello bis ge Schoppornou (hochdeutsch von Mellau bis nach Schoppernau), das im Sommer 2010 in die Charts einstieg. Die Musik der Gruppe ist eine Mischung aus vorarlbergerischer Volksmusik und modernem Pop mit Einflüssen aus Jazz, Reggae und Hip-Hop.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die namensgebenden Holstuonar waren Almbauern, die sich abends in der Stube zusammenfanden und Musik machten.[1] Die Band besteht aus fünf Mitgliedern, die an den österreichischen Musikhochschulen studierten bzw. studieren. Johannes Bär aus Andelsbuch studierte Trompete am Mozarteum Salzburg, Stefan Bär aus Langenegg studierte am Vorarlberger Landeskonservatorium.[2] Andreas Broger kommt aus Mellau und studierte am Tiroler Landeskonservatorium Instrumental- und Gesangspädagogik Saxofon Klassik. Der ebenfalls aus Mellau stammende Bartholomäus Natter studiert Trompete am Mozarteum Salzburg. Phillip Lingg aus Schoppernau lebt heute in Wien und studiert an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Musikwissenschaft und Musikerziehung.

Den ersten Auftritt absolvierte die Band einen Tag vor Silvester 2003. Seither stieg sie von der regionalen zur nationalen Bekanntheit in der österreichischen Musikszene auf. Die beiden ersten Alben Querschlager (2007) und free sin (2008) beinhalten fast ausschließlich Coverversionen von bekannten deutschsprachigen Schlagern und internationalen Popsongs.

Mit Vo Mello bis ge Schoppornou, einem der ersten von der Band geschriebenen Songs gelang der Durchbruch. Das Lied ist in der Mundart des Hinter-Wälderischen gesungen und selbst für Vorarlberger nicht immer problemlos verständlich.[2] Es handelt von einem durchzechten Abend und dem Heimweg, welcher in Ermangelung öffentlicher Verkehrsmittel teils per Autostop mit einem deutschen Koch und teils durch einen langen Fußmarsch absolviert wird, bei dem die Füße weh tun.

Das 2009 entstandene Lied breitete sich 2010 von Vorarlberger Radiosendern in andere Bundesländer aus, wurde schließlich von überregionalen Radiostationen gespielt und stieß Mitte Oktober 2010 in den österreichischen Singlecharts bis Platz 2 vor.[3] Zur Verbreitung trug auch das im Frühjahr 2010 produzierte Video bei. Die am 9. Juli 2010 auf YouTube eingestellte offizielle Version erreichte Ende Oktober eine Million Aufrufe.[4] In Bayern wurde das Lied Ende des Jahres von den Hörern der Radiosendung von Moderator Matthias Matuschik auf Bayern 3 zum „Liebling des Jahres“ gewählt[5]. Im Jänner 2011 folgte der Einstieg in die deutschen Media-Control-Charts.

Anfang November 2010 wurde bekannt, dass Fans den HMBC via Facebook für die Österreichische Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2011 vorgeschlagen hatten.[6] Die Band entschloss sich allerdings, nicht an der Vorentscheidung teilzunehmen.[7]

Am 26. April 2011 präsentierte der HMBC seine zweite Single Vorreasso, vorkouft, as louft. Zwei Wochen später, am 13. Mai 2011, erschien das Album Lieble. Bei der Verleihung der Amadeus Austrian Music Awards am 1. Mai 2012 wurde Vo Mello bis ge Schoppornou mit dem Titel „Song des Jahres“ ausgezeichnet. Im selben Jahr brachte der holstuonarmusigbigbandclub am 26. Oktober die erste Live-CD grüsele live auf den Markt.[8]

Diskografie

Alben

  • 2007: Querschlager
  • 2008: free sin
  • 2011: Lieble
  • 2012: grüsele live

Singles

  • 2010: Vo Mello bis ge Schoppornou
  • 2011: Vorreasso, vorkouft, as louft
  • 2011: What happened to the Edelweiß I gave you last night?

Auszeichnungen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Die Presse am Sonntag, „Crossover im Bregenzerwald“, 7. November 2010
  2. a b APA: HMBC knackt Millionengrenze auf YouTube, 1. November 2010
  3. Ö3 Austria Top 40 - Singlecharts; Woche 40/2010, 13. Oktober 2010
  4. "Vo Mello ..." knackt Millionengrenze, vorarlberg.orf.at, 1. November 2010
  5. Matuschkes Liebling des Jahres - Ihr habt entschieden, Bayern 3, 29. Dezember 2010  (Seite nicht mehr abrufbar; Suche im Webarchiv) [1] [2] Vorlage:Toter Link/www.br-aussenproduktion.de
  6. http://eurovisiontimes.wordpress.com/2010/11/13/hmbc-to-eurovision-for-austria/
  7. http://vorarlberg.orf.at/magazin/klickpunkt/kulturtipps/stories/491267/  (Seite nicht mehr abrufbar; Suche im Webarchiv) [3] [4] Vorlage:Toter Link/vorarlberg.orf.at
  8. grüsele live überall erhältlich. Abgerufen am 27. Oktober 2012.