Horst Friedrich Mayer

Horst Friedrich Mayer (* 28. November 1936 in Wien; † 25. Mai 2003 ebenda) war ein österreichischer Journalist, Buchautor und Fernsehmoderator beim Österreichischen Rundfunk.

Mehr als zwei Jahrzehnte hat Mayer im ORF die tägliche Nachrichtensendung Zeit im Bild um 19.30 Uhr moderiert, die mit Abstand wichtigste Informationssendung des Landes. Seine letzte „Zeit im Bild“ moderierte er am Silvesterabend 1997. Danach war er mehrere Jahre als Moderator der ORF-Sendung „Heimat“ aktiv. Anlässlich seiner Pensionierung im September 2002 sagte er bei einer Abschiedsveranstaltung im ORF: „Alte Fernsehleute sterben nicht, sie werden vielleicht ausgeblendet.“

Inhaltsverzeichnis

Leben

Mayer absolvierte ein Wiener Gymnasium und studierte zunächst Rechtswissenschaften an der Universität Wien. Er wechselte jedoch bald die Studienrichtung und studierte Geschichte. Seine Dissertation von 1962 behandelt die seestrategischen Ziele der k.u.k. Kriegsmarine [1].

Von 1962 an arbeitete er als Journalist: zuerst bei der Österreich-Ausgabe der Zeitschrift HörZu, im gleichen Jahr noch wechselte er zur Wochenzeitung Die Furche. Von 1968 bis 1969 war er deren Chefredakteur. Danach wurde er Chefredakteur der Salzburger Volkszeitung. Dann arbeitete er als Fachredakteur und Reporter beim ORF-Radio. 1970 wechselte er zum Fernsehen. Dort wurde er 1974 leitender Redakteur, 1980 stellvertretender Chefredakteur und 1986 schließlich Chefredakteur der ORF-Fernsehinformation und gleichzeitig Chefmoderator.

Mayer lebte in Wien und Altaussee. Neben seiner journalistischen Tätigkeit publizierte er in Sammelbänden und eigenen Büchern vor allem über österreichische Geschichte, Medienwissenschaften und österreichische Schifffahrt. Für seine Tätigkeit als Journalist und Wissenschafter erhielt er das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich und das Große Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark. 1976 erhielt er die Goldene Kamera und 1996 die Romy als populärster Nachrichtenmoderator.

Publikationen

Horst Friedrich Mayer trat als Autor zahlreicher Sachbücher in Erscheinung.

Marine

Gemeinsam mit Dieter Winkler verfasste er mehrere Bücher über die Kriegsmarine und Handelsschifffahrt Österreichs.

  • Als die Adria österreichisch war. Österreich-Ungarns Seemacht. (Wien:) Edition S, (Österr. Staatsdruckerei 1986)
  • Der Flottenhai. Heitere Anekdoten aus dem altösterr. Seemannsleben. (Wien:) Edition S. (Österr. Staatsdruckerei 1986)
  • In allen Häfen war Österreich. Die Österr. -Ungar. Handelsmarine. - (Wien:) Edition S. (Verl. d. Österr. Staatsdruckerei 1987)
  • Auf Donauwellen durch Österreich-Ungarn. Regensburg, Passau, Wien, Budapest, Schwarzes Meer. - (Wien:) Edition S, (Verl. d. Österr. Staatsdruckerei 1989)
  • Flipp, der Flottillenhund. Neue Anekdoten aus dem alten Österreich. (Wien:) Edition S, (Verl. d. Österr. Staatsdruckerei 1989)
  • Als Österreich die Welt entdeckte. Expeditionen u. Missionen d. Kriegsmarine.) - (Wien): (Wien): Edition S, (Verl. d. Österr. Staatsdruckerei 1991)
  • Mit Bahn und Schiff auf den Spuren der Habsburger. Wien 1995, Verl. Österreich. ISBN 3-7046-0450-X
  • Als die Schiffe tauchen lernten. - (Wien): Edition S, (Verl. d. Österr. Staatsdruckerei 1997) ISBN 3-7046-1091-7
  • Rot-weiß-rote Weltreisen. Expeditionen der k. k. Marine. Wien 1998, Holzhausen. ISBN 3-900518-90-4

Sonstige Sachbücher

  • als Herausgeber: Die Entenmacher - wenn Medien in die Falle tappen. Wien 1998, Deuticke. ISBN 3-216-30376-4
  • mit Gerhard Vogl und Gustav Peichl: Sisi-Kult und Kreisky-Mythos - ein österreichisches Jahrhundert in Anekdoten. Wien 1998, Kremayr & Scheriau ISBN 3-218-00650-3
  • Lexikon der populären Irrtümer Österreichs - über 250 kapitale Missverständnisse, Vorurteile und Denkfehler. Wien 2001, Deuticke. ISBN 3-216-30579-1
  • Geflügelte Worte aus Österreich - über 1000 populäre Zitate und ihre genaue Herkunft. Wien 2001, Deuticke. ISBN 3-216-30613-5
  • Das neue Lexikon der populären Irrtümer Österreichs - weitere Missverständnisse, Vorurteile und Denkfehler. Wien 2002 , Deuticke. ISBN 3-216-30652-6

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Katalogzettel Österreichische Nationalbibliothek