Horst Rosenkranz

Horst Jakob Rosenkranz (* 16. April 1943 in Niederösterreich) ist ein rechtsextremer österreichischer Publizist und ehemaliger Politiker.[1] Er ist mit der FPÖ-Politikerin Barbara Rosenkranz verheiratet.

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Politische Betätigung

Rosenkranz war Funktionär der wegen Verstoßes gegen das Verbotsgesetz vom Verfassungsgerichtshof (VfGH) aufgelösten Nationaldemokratischen Partei (NDP) und der Partei Ein Herz für Inländer.[1] Im Nationalratswahlkampf 1990 trat er als Spitzenkandidat der Liste „Nein zur Ausländerflut“ auf, die er mit Gerd Honsik gegründet hatte.[2] Die Liste wurde ebenfalls wegen NS-Wiederbetätigung von der zuständigen Kreiswahlbehörde in Wien nicht zur Nationalratswahl zugelassen. Die Nichtzulassung wurde später vom VfGH bestätigt.[3] Zu Beginn der Neunzigerjahre übernahm Rosenkranz die Obmannschaft des als revisionistisch geltenden Vereins zur Förderung der ganzen Wahrheit. Zur selben Zeit war er Vorsitzender der Partei Kritische Demokraten[4] und Unterstützer des überparteilichen Volksbegehrens Österreicher für Österreich.[1] Zudem ist er Herausgeber der Zeitschrift Fakten, die vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes als rechtsextrem eingestuft wird.[5] Er hielt auch wiederholt Vorträge für die als rechtsextrem eingestufte Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politik (AFP).[6] Rosenkranz, der sich selbst als „rechts denkenden Menschen“ beschreibt, hat sich mittlerweile weitgehend ins Privatleben zurückgezogen und zeigt sich nur selten bei offiziellen Veranstaltungen. Allerdings tritt er wiederholt bei Veranstaltungen der FPÖ als Redner auf.[7]

Familie

Horst Jakob Rosenkranz ist Ehemann der niederösterreichischen Landesrätin und Kandidatin für die Bundespräsidentenwahl 2010 Barbara Rosenkranz (FPÖ), mit der er gemeinsam zehn Kinder hat (sechs Töchter und vier Söhne).[8] In einem Interview im März 2010 verteidigte Barbara Rosenkranz ihren Ehemann damit, dass sie Wert darauf lege, dass ihr Ehemann ein unbescholtener Bürger sei und nicht „in einem falschen Licht“ dargestellt werden solle.[9] Trotzdem gab sie im April 2010 im Vorfeld der Bundespräsidentenwahl an, dass sie die politischen Ansichten ihres Ehemannes „natürlich nicht“ teile und der Meinung wäre, man könne „eine Ehe führen, ohne dass man sich in allen Dingen einig ist“.[10]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c Rosenkranz im Handbuch des Rechtsextremismus des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes
  2. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes
  3. VfGH Erkenntnis vom 28. Feber 1991 VfSlg. 12646
  4. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes über Kritische Demokraten
  5. Chamber judgment in the case of Scharsach and News Verlagsgesellschaft mbH v. Austria, Pressemitteilung des EGMR, 13. November 2003
  6. Rosenkranz im Handbuch des Rechtsextremismus des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes
  7. Horst Jakob Rosenkranz - Ein Rechtsextremer spielt die "Mutterrolle" 4. März 2010.
  8. Profil: FPÖ: Ikone der Rechten, 5. November 2007
  9. ORF Videothek: Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[1] [2] Vorlage:Toter Link/tvthek.orf.atVideo ZIB 2{, 2. März 2010. Abgerufen am 3. März 2010.
  10. orf.at – Stellungnahme zu Fragen der ORF.at-Leser, 13. April 2010