Hotel Bristol (Salzburg)

Hotel Bristol

Das Hotel Bristol ist ein Fünf-Sterne-Hotel am Makartplatz auf der rechtsseitigen Salzachseite in Salzburg. Das Haus gehört zum UNESCO-Welterbe Historisches Zentrum der Stadt Salzburg.

Erzbischof Paris Lodron ließ hier um 1619 ein Stadtpalais für Adelige errichten. Der aus Mattighofen stammende Bankier Karl Leitner kaufte 1886 das Grundstück des heutigen Hotel Bristols und errichtete dort ein kalorisches und mit Torf betriebenes Kraftwerk zur Stromversorgung ausgewählter Betriebe Salzburgs (zu den ersten Kunden zählte auch das Café Tomaselli). Dieses nahm als erstes E-Werk der österreichisch-ungarischen Monarchie am 13. Oktober 1887 seinen Betrieb auf. 1894 wurde aus dem Elektrizitätswerk zunächst die wegen ihrer elektrischen Beleuchtung als Electrizitäts-Hotel bezeichnete Herberge, 1907 dann daraus das Hotel Bristol. Das Hotel befand sich im Besitz der Stadtgemeinde Salzburg und erhielt bei der Hoteleröffnung seine heutige Fassade.

In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts kam das Hotel in den Besitz der Familie Hübner. Als eines der wenigen Privathotels in Salzburg wird es nun in der dritten Generation von den Besitzern selbst geführt. In dem Hotel ist auch das Hauben Restaurant Polo Lounge untergebracht. Auch ein Modegeschäft ist hier zu finden.

Am 26. April 1908 fand im Hotel Bristol der 1. Internationale Psychoanalytische Kongress der Welt unter Leitung von Sigmund Freud statt. Am 9. November 1910 war im Hotel die Gründungsversammlung des Skiclubs Salzburg.[1] Auch die Künstlervereinigung Der Wassermann wurde am 8. Januar 1919 in Salzburg im Hotel Bristol gegründet. Als berühmte Gäste des Hotels sind Kaiser Franz Joseph I. oder Sigmund Freud zu erwähnen, im 20. Jahrhundert gastierten hier unter anderem Maria Augusta Freifrau von Trapp, Riccardo Muti oder Ringo Starr.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Skiclub_Salzburg Skiclub Salzburg

47.80313913.043646Koordinaten: 47° 48′ 11,3″ N, 13° 2′ 37,1″ O