Hotlist

Logo der Hotlist 2012

Die Hotlist ist ein seit 2009 jährlich vergebener Literaturpreis. Ausgezeichnet wird das beste deutschsprachige Buch aus dem aktuellen Programm eines unabhängigen Verlags aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Im Gegensatz zu anderen Literaturpreisen wie beispielsweise dem Deutschen Buchpreis gibt es kaum formelle Beschränkungen an Verfasser oder Literaturgattung, so dass unter anderem Romane, Lyrikbände, Graphic Novels, Essays, erzählende Sachbücher oder Anthologien aus dem deutschsprachigen Raum sowie übersetzte Werke aus anderen Sprachen gegeneinander konkurrieren können. Der Autor des Siegertitels erhält 5000 Euro. Mit dem Melusine-Huss-Preis (dotiert mit 4000 Euro) wird seit 2011 eine zweite Auszeichnung an einen auf der Hotlist vertretenen Verlag vergeben. Die Preisverleihung findet jeweils im Herbst im Rahmen der Frankfurter Buchmesse statt. Um die Organisation kümmert sich ein gemeinnütziger Verein.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Erste Preisverleihung und Kritik

Der Hotlist-Preis wurde kurzfristig 2009 nach Bekanntgabe der Longlist zum Deutschen Buchpreis ins Leben gerufen.[1] Auf Anregung des Münchener Verlags Blumenbar taten sich 20 deutschsprachige Independent-Verlage zusammen, die nicht mit Titeln auf der Longlist vertreten waren. Sie präsentierten eine von einer Jury unter Vorsitz von Hubert Winkels ausgewählte Liste von 20 Büchern aus ihren Programmen (laut Winkels ein „Schattenkabinett von rund zwanzig weiteren sehr bemerkenswerten und auszeichnungswürdigen Romanen“)[2], die als Gegenentwurf zum Deutschen Buchpreis angepriesen wurde.[3] Die Liste war laut der Verlegerin Anya Schutzbach (weissbooks.w) ursprünglich als Empfehlungsliste gedacht, um die Vielfalt auf dem Buchmarkt zu dokumentieren.[4] Neben Blumenbar waren aus Deutschland die Friedenauer Presse, kookbooks, der Liebeskind Verlag, der Lilienfeld Verlag, mairisch, Matthes & Seitz, der Ventil Verlag, der Verbrecher Verlag, Voland & Quist und weissbooks.w, aus Österreich die Edition Korrespondenzen, der Luftschacht Verlag, der Milena Verlag sowie orange-press und aus der Schweiz der Bilgerverlag, der Echtzeit Verlag, der Folio Verlag, Urs Engeler Editor und der Salis Verlag die gemeinsamen Gründungsmitglieder der Hotlist.[5] Der Gewinner unter den nominierten Romanen wurde anhand einer Internet-Abstimmung auf den Webseiten von der Freitag ausgewählt, an der sich circa 10.000 Leser beteiligten. Als erster Preisträger setzte sich der österreichische Autor Alexander Schimmelbusch mit seinem im Blumenbar Verlag erschienen Roman Blut im Wasser durch (3725 Stimmen), gefolgt von Uljana Wolfs Gedichtband Falsche Freunde (kookbooks, 2489 Stimmen) und Michael Weins Roman Delfinarium (mairisch, 1184 Stimmen). Schimmelbusch wurde am 16. Oktober 2009 im Rahmen einer von Literaturkritiker Denis Scheck moderierten Preisverleihung im Saal des Frankfurter Kunstvereins während der Buchmesse ausgezeichnet. Die Gewinnsumme von 5000 Euro wurde von der Mayerschen Buchhandlung gespendet.[6]

Die erste Preisverleihung führte zu gemischter Kritik. Während die Idee eines unabhängigen Buchpreises positiven Anklang fand, wurde die Organisation zum Zustandekommen der ersten Hotlist überwiegend negativ bewertet. Kritiker beanstandeten die Auswahl als nicht repräsentativ und willkürlich, teilweise wurde sie auch als Respektlosigkeit gegenüber anderen Verlagen wahrgenommen, die nicht vertreten waren. Unter anderem hatten die Initiatoren es auch versäumt, die Kurt Wolff Stiftung über den neuen Preis zu informieren, die seit 2001 einen eigenen Preis für unabhängige Verlage auslobt.[7][3] Die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die taz beanstandeten die Methode des Online-Votings.[8][9] „Dieser Preis experimentiert noch. Wofür genau er stehen soll, ist noch nicht klar. Und Publikumspreise haben sowieso immer einen Stich ins Unseriöse. Aber Experimente sind immer gut.“, so taz-Autor Dirk Knipphals.[10]

Umstrukturierung des Preises

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Preisträgerinnen der Jahre 2010 und 2011: Ulrike Almut Sandig für ihren Erzählband Flamingos (li.) und Nino Haratischwili für den Roman Mein sanfter Zwilling.

Ein Jahr nach der ersten Preisverleihung wurde der Hotlist-Preis erstmals öffentlich ausgeschrieben, wobei erneut die Mayersche Buchhandlung die Dotierung von 5000 Euro auslobte. Beobachter bemerkten gleichzeitig, das 2010 ungewöhnlich viele Independent-Verlage auf der Longlist des Deutschen Buchpreises vertreten waren (unter anderem Titel vom Klöpfer & Meyer Verlag, Verbrecher Verlag und Literaturverlag Droschl), was aber unter anderem auf die Zusammensetzung der Jury zurückgeführt wurde.[11] Im Vorfeld war 2010 der gemeinnützige Verein der Hotlist mit Sitz in Düsseldorf gegründet worden, mit dessen Hilfe zukünftig „eine neutrale Findung des besten Buches aus den Programmen der deutschsprachigen Independent-Verlage und das Fortwirken der Hotlist-Idee garantiert werden“ soll.[12] Ebenfalls wurde ein unabhängiges Kuratorium für den Buchpreis geschaffen, dem Fachleute aus allen Bereichen der Literaturbetriebs aus Deutschland, Österreich und der Schweiz angehören. Das Kuratorium muss sämtliche Formalitäten zur Entstehung, Durchführung und Ermittlung der Gewinner der Hotlist zustimmen und soll damit die Qualität der Preisverleihung gewährleisten.[13] Aktuell gehören ihm zehn Mitglieder an, darunter die früheren Jurymitglieder Traudl Bünger, Autorin, Kritikerin und Programmplanerin der Lit.Cologne, und Monika Schärer, Schweizer Fernseh- und Hörfunkmoderatorin. Ebenfalls wurde ein Förderverein gegründet. Nach der zweiten Vergabe des neu mit einer Jurywahl umstrukturierten Preises an Ulrike Almut Sandigs Erzählband Flamingos, sah die Frankfurter Allgemeine Zeitung eine Etablierung der Hotlist, die auch eine „eine Einladung“ sei, „Entdeckungen zu machen“.[14] Die Zahl der Einreichungen stieg nach der ersten öffentlichen Ausschreibung 2010 von 110 auf 145 Titel im Jahr 2012. Die auf der Hotlist vertretenen Romane Juja (2010) von Nino Haratischwili, Vorabend (2011) von Peter Kurzeck und Heimlich, heimlich mich vergiss von Angelika Meier fanden jeweils im selben Jahr auch auf der Longlist des Deutschen Buchpreises Berücksichtigung.

2011 wurde im Andenken an die Frankfurter Buchhändlerin Melusine Huss (eigentlich Hussendörfer,[15] 1920–1989[16]), unter anderem früheres Stiftungsratsmitglied für den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels,[17] ein zweiter Hotlist-Preis eingerichtet. Der Melusine-Huss-Preis entstand durch die Stiftung eines Druckgutscheins der Freiburger Graphischen Betriebe (fgb), der mit 4000 Euro dotiert ist. Er wird alljährlich durch eine Abstimmung unter den Buchhändlern an einen Verlag auf der Hotlist vergeben.[18]

Abstimmungsmodalitäten

Nachdem die erste Wahl 2009 aus einer reinen Internetabstimmung bestand, setzt sich das aktuelle Abstimmungsprozedere aus einer Publikumswahl und mehreren Jurywahlen zusammen. Unabhängige Verlage aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz dürfen je einen Titelvorschlag einreichen. 2012 mussten diese zwischen dem 1. Oktober 2011 und spätestens bis zum 1. September 2012 auf Deutsch erschienen sein beziehungsweise erscheinen und bis Mitte Juni eingereicht werden.

Im Gegensatz zu anderen Literaturpreisen werden kaum formelle Beschränkungen an Verfasser oder Literaturgattung gestellt. Um die Vielfalt abzubilden, konkurrieren Lyrik, Prosa, Essays, erzählende Sachbücher von sowohl lebenden als auch bereits verstorbenen Autoren, die auf Deutsch schrieben oder aus anderen Sprachen übersetzt wurden.[12] Alle Einreichungen werden auf der Webseite der Hotlist veröffentlicht und nach Kategorien sortiert, 2012 waren dies „Lyrik“, „Deutschsprachige Erzählungen“, „Deutschsprachige Romane“, „Erzählliteratur aus anderen Sprachen“, „Krimi/Thriller“, „Graphic Novel“, „Essays/Tagebücher/Betrachtungen“, „Erzählendes Sachbuch“, „Politik/Zeitkritik“, „Anthologien“ und „Das besondere Buch“.[19] Aus allen Einreichungen nominiert das Kuratorium als Vorjury 30 Titel, aus denen das Publikum via Internet-Abstimmung drei Titel zur Hotlist wählt. Sieben weitere werden von einer jährlich wechselnden Jury, bestehend aus Fachleuten aus allen Bereichen der Literaturbetriebs aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, ergänzt. Unter diesen zehn Titeln wählt die Jury den Preisträger aus, der während der Frankfurter Buchmesse mit einem mit 5000 Euro dotierten Preis ausgezeichnet wird. Seit 2010 wurde stets ein Titel der Vorjury preisgekrönt.

Preisträger

Hotlist-Preis

Jahr/
Vorschläge
Preisträger Hotlist (ohne Preisträger) Jury
2009
(20)
Alexander Schimmelbusch
Blut im Wasser
(Blumenbar Verlag)
Hans Adler: Das Städtchen (Lilienfeld Verlag)
Barbara Bongartz: Perlensamt (weissbooks)
Michel Butor: Der Zeitplan (Matthes & Seitz Berlin)
Gion Mathias Cavelty: Die Andouilllette (Echtzeit Verlag)
Leonid Dobycin: Die Stadt N. (Friedenauer Presse)
Daniel Goetsch: Herz aus Sand (Bilger Verlag)
Germar Grimsen: Almatastr (Verbrecher Verlag)
Jan Kossdorf: Sunnyboys (Milena Verlag)
Margret Kreidl Eine Schwalbe falten (Edition Korrespondenzen)
Martin Kubaczek: Sorge. Ein Traum (Folio Verlag)
Jan Off: Unzucht (Ventil Verlag)
David Peace: Tokio im Jahr Null (Liebeskind)
Joel Rosenman: John Roberts und Robert Pilpel: Making Woodstook. (Orange Press)
Ulrich Schlotmann: Die Freuden der Jagd (Urs Engler)
Jochen Schmidt: Schmidt liest Proust (Verlag Voland & Quist)
Michael Weins: Delfinarium (mairisch Verlag)
Chantal Wicki: Gleissen (Salis Verlag)
Benjamin Tienti: Raubvogel (Luftschacht)
Uljana Wolf: falsche freunde (Kookbooks)
Keine (Internetabstimmung)
2010
(110)
Ulrike Almut Sandig
Flamingos*
(Schöffling)
Titel der Vorjury:
Jean-Pierre Abraham: Der Leuchtturm (Jung und Jung)
Franz Hammerbacher: Bravo Hotel (Edition Korrespondenzen)
Iris Hanika: Das Eigentliche (Literaturverlag Droschl)
Ulrich Holbein: Bitte umblättern! (Elfenbein)
Michel Matveev: Die Gehetzten (Weidle)
Carl Van Vechten: Parties (Walde+Graf)
Thomas Willmann: Das finstere Tal (Liebeskind)


Internet-Wahlsieger:
Dirk Bernemann: Vogelstimmen (Ubooks Verlag)
Franz Dinda: Ein BilderReimbuch über Liebe (weissbooks.w)
Thomas Fritz: Blick und Beute (Merlin)
Markus Grimm: Fleckies Reise (Lokomotion)
Dietlinde Hachmann: Mein Wunscherbe (Acabus)
Nino Haratischwili: Juja (Verbrecher Verlag)
Axel Westerwelle: Lost in history (Hamburger Verlag)
Traudl Bünger (Juryvorsitzende, Lit.Cologne, Köln), Christof Hinderer (Osiandersche Buchhandlung, Reutlingen), Thomas Keul (Volltext, Wien), Michael Lemling (Buchhandlung Lehmkuhl, München), Thomas Pletzinger (Autor, Berlin), Monika Schärer (Schweizer Fernsehen, Zürich)
2011
(141)
Nino Haratischwili
Mein sanfter Zwilling*
(Frankfurter Verlagsanstalt)
Titel der Vorjury:
John Ashbery: Ein weltgewandtes Land, Gedichte (luxbooks)
Peter Kurzeck: Vorabend (Stroemfeld Verlag)
Joseph Mitchell: McSorley’s Wonderful Saloon, New Yorker Geschichten (diaphanes)
Lee Rourke: Der Kanal (mairisch Verlag)
Monique Schwitter: Goldfischgedächtnis, Erzählungen (Literaturverlag Droschl)
Steven Uhly: Adams Fuge (Secession Verlag)


Internet-Wahlsieger:
Akos Doma: Die allgemeine Tauglichkeit (Rotbuch Verlag)
Naomi Schenck/Ulrich Rüdenauer: Archiv verworfener Möglichkeiten, Bilder und Texte (belleville Verlag)
Erich Mühsam: Tagebücher, Band 1 (Verbrecher Verlag)
Michael Angele (der Freitag, Berlin), Klaus Bittner (Buchhandlung Bittner, Köln), Maren Keller (KulturSpiegel, Hamburg), Jan Valk (Adler & Söhne / Literaturzeitschrift sprachgebunden, Berlin), Andreas Wang (Sachbuchbestenliste von NDR und Süddeutscher Zeitung, Hamburg), Ursula Zangger (Orell Füssli am Bellevue, Zürich), Peter Zimmermann (ORF, Wien)
2012
(145)
Tor Ulven
Dunkelheit am Ende des Tunnels*
(Literaturverlag Droschl)
Titel der Vorjury:
Peter Gizzi: totsein ist gut in amerika (luxbooks)
Helon Habila: Öl auf Wasser (Verlag Das Wunderhorn)
Angelika Meier: Heimlich, heimlich mich vergiss (Diaphanes)
Lukas Meschik: Luzidin oder Die Stille (Jung und Jung Verlag)
Robert Louis Stevenson: Der Pirat und der Apotheker. Eine lehrreiche Geschichte (Peter Hammer Verlag)
Jeffrey Yang: Ein Aquarium (Berenberg Verlag)


Internet-Wahlsieger:
Tamta Melaschwili: Abzählen (Unionsverlag)
Michèle Roten: Wie Frau sein. Protokoll einer Verwirrung. (Echtzeit Verlag)
Miklós Vajda: Mutterbild in amerikanischem Rahmen (Braumüller Verlag)
Claudia Cosmo (freie Journalistin, Köln), Peter Kolling (Buchhandlung Proust, Essen), Beat Mazenauer (Literaturkritiker und Publizist, Luzern), Wiebke Porombka (Literaturkritikerin und Publizistin, Berlin), Daniela Strigl (Literaturkritikerin und Publizistin, Wien), Guido Ullmann (Dussmann, das KulturKaufhaus, Berlin), Norbert Wehr (Herausgeber der Literaturzeitschrift Schreibheft, Essen)

* = Titel der Vorjury

Melusine-Huss-Preis

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Die Hotlist 2009 – Empfehlungen der Independents bei boersenblatt.net, 19. August 2009 (abgerufen am 25. August 2012).
  2. Hotlist zum Deutschen Buchpreis 2009. In: Berliner Zeitung, 21. August 2009, Nr. 194, S. 25.
  3. a b Heimann, Holger: Die laue Liste bei boersenblatt.net, 9. September 2009 (abgerufen am 25. August 2012).
  4. »Reine Willkür kann einen gewissen Charme haben« bei boersenblatt.net, 4. September 2009 (abgerufen am 25. August 2012).
  5. Die Idee bei hotlist-online.com (abgerufen am 25. August 2012).
  6. Hotlist-Publikumspreis der Independents an Blumenbar-Autor Alexander Schimmelbusch bei boersenblatt.net, 17. Oktober 2009 (abgerufen am 25. August 2012).
  7. Sander, Klaus: "Eure 'Hotlist' ist eine Farce" bei boersenblatt.net, 4. September 2009 (abgerufen am 25. August 2012).
  8. Parade ohne Hit. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. Oktober 2009, Nr. 229, S. 34.
  9. Breyer, Ariane: Die Buchpreisfindung. In: die tageszeitung, 1. September 2009, S. 14.
  10. Knipphals, Dirk: Das Potenzial der Messe als Event. In: die tageszeitung, 19. Oktober 2009, S. 15.
  11. Heimann, Holger: Deutscher Buchpres: Geld und Geschick beu boersenblatt.net, 18. August 2010 (abgerufen am 26. August 2012).
  12. a b Der Verein bei vereinderhotlist.de (abgerufen am 25. August 2012).
  13. Das Kuratorium bei vereinderhotlist.de (abgerufen am 25. August 2012).
  14. Diener, Andrea: Angenehm stillgestanden. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11. Oktober 2010, Nr. 236, S. 31.
  15. Priesterin des Lesekults: Zum Tod der Buchhändlerin Melusine Hussendörfer. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30. Mai 1989, S. 35.
  16. vgl. Traueranzeige in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, 30. Mai 1989, S. 35.
  17. Neue Mitglieder im Stiftungsrat Friedenspreis. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1. Juni 1981, S. 27.
  18. Der Melusine-Huss-Preis bei hotlist-online.com (abgerufen am 25. August 2012).
  19. Alle Einreichungen bei hotlist-online.com (abgerufen am 25. August 2012).