Hubert Mumelter

Hubert Mumelter (* 26. August 1896 in Bozen; † 24. September 1981 ebenda) war ein Südtiroler Dichter und Maler.

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Leben

Hubert Mumelter stammte aus einer Bozner Kaufmannsfamilie. Er besuchte das Gymnasium Stella Matutina in Feldkirch bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Nach der Kriegsmatura diente er drei Jahre an der Front in den Dolomiten und zuletzt am Ortler. In seinen Dichtungen kommt immer wieder die Erschütterung über den Untergang Österreich-Ungarns und die Teilung Tirols zum Ausdruck.

Nach dem Krieg studierte er Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck. 1921 promovierte er zum Dr. iuris und wurde daraufhin Rechtsanwaltsanwärter in der Bozner Kanzlei seines Onkels Ernst von Tschurtschenthaler. 1924 hängte er die Juristerei an den Nagel und wurde Skilehrer, um im Sommer als freier Schriftsteller tätig sein zu können. Er schrieb und wohnte in der Villa "Waldfried" in der Nähe des Völser Weihers. 1936 kaufte er sich ein Haus in St. Konstantin bei Völs, das seine endgültige Bleibe wurde.

1931 erschien sein Oswald-von-Wolkenstein-Roman "Zwei ohne Gnade" im Insel Verlag. 1933 veröffentlichte er seine berühmte "Skifibel", die er selbst mit Karikaturen versah. 1934 kam sein Roman "Die falsche Straße" heraus, 1940 folgten "Schatten im Schnee" und "Leise fällt der Schnee", 1948 "Maderneid". Daneben schrieb Mumelter viele Erzählungen und Gedichte (zwei Sammlungen 1933 und 1952).

Der Zweite Weltkrieg riss ihn aus seinem bisherigen Leben heraus. Im Herbst 1943 wurde er zum Südtiroler Ordnungsdienst eingezogen und 1944 kam er zu den Standschützen.

1945 heiratete Mumelter. Seine Frau stammte aus der Bozner Kaufmannsfamilie Jank-Rubatscher.

1951 wurde die Bozner Wochenzeitung "Die Alpenpost" gegründet, die in bewusstem Gegensatz zur Südtiroler Volkspartei stand. Hubert Mumelter wurde deren Schriftleiter und propagierte darin seine Idee vom dreisprachigen Tirol. Dieser von ihm so bezeichnete "Rätische Traum" bedeutete einen Verzicht auf ein deutsches Südtirol, was ihm weithin übelgenommen wurde. Nur mehr ein kleiner Kreis von Freunden hielt ihm die Treue. Als diese oppositionelle Zeitung Ende 1957 keine staatliche Finanzierung aus Rom mehr bekam, musste sie ihr Erscheinen einstellen. Damit endete auch die journalistische Tätigkeit Mumelters.

Seit der Optionszeit hat Mumelter auch zu malen begonnen, vorwiegend Aquarelle von Heimatlandschaften.

Hubert Mumelter starb 1981 im Alter von 85 Jahren und wurde auf dem Friedhof seiner Wahlheimat Völs begraben.

Auszeichnungen

Literatur

  • Günter Regensberger (Hrsg.): Bekenntnis zum Schlern. Festschrift für Hubert Mumelter. VA Athesia, Bozen 1971.
  • Oswald Sailer: Vermächtnis eines Dichters. Zum ersten Jahrtag des Todes Hubert Mumelters (24. September 1982). In: Der Schlern. Bd. 56 (1982), S. 531–538, ISSN 0036-6145.
  • Eduard Widmoser: Südtirol A–Z. Band 3: Kr–N. Südtirol-Verlag, Innsbruck 1988, ISBN 3-87803-007-1 (formal falsche ISBN), S. 368.
  • Bruno Mahlknecht: Hubert Mumelter. Der Maler und Dichter aus Bozen. In: Südtirol in Wort und Bild. Bd. 50 (2006), Heft 4, S. 23–26.

Weblinks