Hugo Eberhard zu Münster-Meinhövel

Hugo Eberhard Leopold Unico Graf zu Münster-Meinhövel (* 30. Juni 1812; † 6. Mai 1880) war ein königlich preußischer General der Kavallerie.

Leben

Münster-Meinhövel trat 1827 als Kadett in Berlin in die Armee ein und wurde 1829 Sekondeleutnant. Von 1832 bis 1834 war er zur allgemeinen Kriegsschule versetzt. 1839 wurde er Adjutant, zwei Jahre später Premierleutnant und ein Jahr danach Adjutant beim Generalstab der Gardekavallerie. 1845 wurde er zum Rittmeister im Garde du Corps ernannt, 1850 erfolgte seine Versetzung zur königlichen Adjutantur im gleichen Jahr erhielt er die Beförderung zum Major und war Flügeladjutant von Friedrich Wilhelm IV. In der Zeit ab 1850 war er für sechs Jahre Militärbevollmächtigter in St. Petersburg. In dieser Zeit wurde er 1853 Oberstleutnant, zwei Jahre später Oberst und nach Rückkehr 1856 Kommandeur des Regiments der Garde du Corps. Die Beförderung zum Generalmajor erhielt er 1859. 1863 wurde er außerordentlicher Gesandter am Kurhessischen Hofe. Ende dieses Jahres wurde er Kommandeur einer kombinierten Kavalleriedivision in der Vorbereitung für den Krieg gegen Dänemark, 1864 wurde er Generalleutnant und Vertreter des Kommandierenden Generals des VIII. Armeekorps.

1866 war er Kommandeur der 19. Division als Teil der Elbarmee im Krieg gegen Österreich. Sein einziger Einsatz war hier in der Schlacht bei Königgrätz. Für seine Leistungen in diesem Krieg erhielt er am 20. September 1866 den Orden Pour le Mérite. Im Jahr nach dem Krieg wurde er in den Ruhestand versetzt, erhielt aber 1870 noch den Charakter als General der Kavallerie.

Quellen

  • Amtspresse Preussen [1]
  • Rudolfine Freiin v.von Oer, „Münster, von beziehungsweise zu, Herren, Freiherren, Grafen (seit 1792), Fürsten (1899).“, in: Neue Deutsche Biographie 18 (1997), S. 532-533