Hugo von Kottwitz

Hugo Freiherr von Kottwitz
Füsilierbataillon in der Schlacht von Loigny
Schlacht von Königgrätz
Grab auf dem Pragfriedhof Stuttgart

Hugo Karl Ernst Freiherr von Kottwitz (* 6. Januar 1815 in Wahlstatt bei Liegnitz; † 13. Mai 1897 in Stuttgart) war ein preußischer General der Infanterie.

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Militärische Karriere

Hugo Freiherr von Kottwitz trat an seinem 17. Geburtstag in das 11. Infanterieregiment in Breslau ein. Er blieb in diesem Regiment bis er kurz vor dem Krieg 1866 zum Oberstleutnant und Kommandeur des 4. Westfälischen Infanterieregiments Nr. 17 ernannt wurde. Sein Regiment gehörte zur Elbarmee und zeichnete sich bei der Schlacht von Königgrätz durch die erfolgreiche Erstürmung des von sächsischen Truppen gehaltenen Wald von Bor aus.

Bei der Mobilmachung 1870 wurde er zum Generalmajor befördert und Kommandeur der 33. Infanteriebrigade der 17. Infanteriedivision. Diese bestand aus den hanseatischen Regimentern 75 und 76. Diese Division war Bestandteil des VIII. Armee-Korps unter Großherzog Friedrich Franz II. von Mecklenburg.

Von Kottwitz war beteiligt an der Einschließung von Metz, Toul und Paris. Im November 1870 war er Teil des deutschen Vorstoßes in Richtung Le Mans. Der erfolgreiche Angriff seiner 33. Brigade auf den Ort Loigny und die anschließende Behauptung dieser Position war mit entscheidend für den Sieg in der Schlacht bei Loigny und Poupry am 2. Dezember 1870. Nach der Eroberung von Orléans war er beteiligt am entscheidenden Sieg über die Loirearmee bei Le Mans.

Am Tag der Schlacht bei Loigny, 2. Dezember 1870, trat er des morgens vor das Füsilier-Bataillon des Regiments Nr. 76 und spornte es an der Tapferkeit der Hanseaten zu gedenken! Das Bataillon richtete seinen Angriff nach Norden während die anderen Bataillone sich nach Loigny wandten. Dieser Stoß überraschte die Franzosen derart, das diese von ihrer Flanke her überrannt wurden. Sie flohen in den Ort Fougeu und wurden auch aus diesem vertrieben. Als das III./76 später zum II. Bataillon des 3. Hanseatischen Infanterie-Regiments Nr. 162 gewandelt wurde, bildete dieses Ereignis, und somit General von Kottwitz als Teil dessen, den identitätsstiftenden Mythos des Lübecker Regiments.

Am 14. Juli 1874 wurde er zum Kommandeur der 26. Division in Stuttgart ernannt. Nach seiner Beförderung zum Generalleutnant übernahm er am 22. Dezember 1876 die 1. Division in Königsberg (Preußen). Auf seinen Antrag hin wurde er am 5. Februar 1878 zur Disposition gestellt.

Zum Anlass des 25. Jahrestages der Schlacht bei Loigny und Poupry wurde er am 2. Dezember 1895 zum General der Infanterie befördert.

Siehe auch

Quelle

Weblinks