IG Bildende Kunst

Die Interessengemeinschaft Bildende Kunst ist die Interessenvertretung der Bildenden Künstlerinnen und Künstler in Österreich.

Bildende KünstlerInnen haben 1956 die IG Bildende Kunst (vormals BVÖ) als selbstorganisierte Interessenvertretung (Verein) gegründet, um politische Entscheidungsprozesse, die Auswirkungen auf bildende KünstlerInnen haben, aktiv mitzugestalten und sich für eine Verbesserung der strukturellen Rahmenbedingungen künstlerischen Schaffens einzusetzen. Zentrales Aufgabengebiet ist die Wahrung und Vertretung der kulturpolitischen, sozialen, rechtlichen, wirtschaftlichen und anderen berufsspezifischen Interessen von bildenden KünstlerInnen sowie die Förderung des (öffentlichen) Interesses an der Arbeit von bildenden KünstlerInnen.

Mitglieder profitieren zusätzlich von kostenlosen Service- und Beratungsangeboten. Interessenvertretung und Galerie werden von einem Team aktiver KünstlerInnen geführt. Die IG Bildende Kunst hat ihren Sitz in Wien.

Themenschwerpunkte: Soziale und wirtschaftliche Absicherung (Grundeinkommen), Niederlassungsrecht, Steuergesetzgebung, Urheberrecht und Folgerecht.

Ausstellungen

Die IG Bildende Kunst betreibt eine Galerie. Das Programm des Ausstellungsraums reflektiert und ergänzt die politische Arbeit der Interessenvertretung. Der Schwerpunkt der Ausstellungsprojekte liegt auf aktuellen kulturpolitischen, kunstpolitischen und gesellschaftspolitischen Inhalten, die in kuratierten Gruppenausstellungen mit Mitteln und Methoden bildender Kunst kommuniziert werden. Durch zeitgenössische Gestaltungskonzeptionen wird der Ort zu einem performativen Display. Als Raum für Experimente kommen ebenso marginalisierte Positionen und Themen zu Wort. Im Sinne eines erweiterten Kunstbegriffs werden radikale kunstimmanente Fragestellungen, subversive Strategien, transdisziplinäres und partizipatorisches Denken und Arbeiten gefördert.

Publikationen

Die IG Bildende Kunst gibt vier Mal im Jahr die Zeitschrift Bildpunkt heraus. Jede Ausgabe widmet sich einem Themenschwerpunkt. Zentral sind dabei ästhetische, aktivistische und theoretische Strategien samt ihrer gegenseitigen Verschränkungen und Überschneidungen. Drei künstlerische Positionen brechen jeweils das Textmonopol. Weitere Texte zu Kulturpolitik, ein Serviceteil für KünstlerInnen sowie Informationen über Aktivitäten der Interessenvertretung füllen das Heft. Der Bildpunkt liegt an verschiedenen Orten des zeitgenössischen Kunst- und Kulturgeschehens zur freien Entnahme auf, Mitglieder erhalten den Bildpunkt gratis zugeschickt.

Weblinks