Ida Pellet

Ida Pellet (* 1837 in Linz, Oberösterreich; † 10. Juli 1863 in Berlin) war eine deutsche Schauspielerin österreichischer Herkunft.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Pellet war die Tochter des Theaterdirektor Joseph Pellet, von dem sie auch ihren ersten künstlerischen Unterricht erfuhr. Durch ihren Vater konnte sie schon als Kind als Schauspielerin debütieren. Anschließen bekam sie die Möglichkeit zu kurzen Gastspielen an den Theatern von Lemberg, Nürnberg und Wien (Carltheater).

Im Anschluss daran kam sie 1854 für vier Jahre am Stadttheater Stettin unter Vertrag. Im Sommer 1858 wurde Pellet nach Wiesbaden ans dortige Hoftheater engagiert. Als im November 1860 Lina Fuhr das königliche Hoftheater in Berlin verließ, wählte man Pellet als deren Nachfolgerin.

Während eines Gastspiels am Stadttheater in Leipzig erkrankte Pellet und war am 26. Juni 1863 in ihrer letzten Rolle als „Anna Liese“ zu sehen. Sie starb am 10. Juli 1863 im Alter von 26 Jahren in Berlin und fand dort auch ihre letzte Ruhestätte.

Nachruf

„Ida Pellet ist unzweifelhaft eine der berufensten, talentvollsten Darstellerinnen neuerer Zeit gewesen. Schönheit, Anmut, liebliche Gebärde, Auffassungsgabe und ein Zauber der Sprache, ein Klang der Stimme, der tief zum Herzen drang. Wer sie im 5. Akt der „Maria Stuart“ gesehen, wird beistimmen. Sie war noch nicht auf der höchsten, ihr erreichbaren Stufe der Künstlerschaft. Doch ragte sie schon weit hervor mit feurigem Streben. Da brach der Tod in seiner schleußlichen Gestalt das Schöne, jugendliche Dasein mitten in vollster Blüte“

Karl von Holtei in Dreihundert Briefe

Rollen (Auswahl)

Literatur

  • Joseph Kürschner: Pellet, Ida. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 25. Duncker & Humblot, Leipzig 1887, S. 334.
  • Ludwig Eisenberg: Großes biographisches Lexikon der deutschen Bühne im 19. Jahrhundert. List, Leipzig 1903, S. 757.
  • Ottmar Flüggen: Biographisches Bühnen-Lexikon des deutschen Theaters. Bruckmann, München 1882.
  • Karl von Holtei (Hrsg.): Dreihundert Briefe aus zwei Jahrhunderten. Lang Verlag, Frankfurt/M. 1971 (2 Bde., Nachdr. d. Ausg. Hannover 1872).