Iglo (Österreich)

Iglo Austria GmbH
Iglo GmbH
Rechtsform GmbH
Sitz Wien, Österreich
Branche Lebensmittelindustrie
Website www.iglo.at

Die Iglo Austria GmbH ist ein österreichisches Nahrungsmittelunternehmen, das im Jahre 2006 aus der bis dahin zum Unilever-Konzern gehörenden Eskimo-Iglo GmbH hervorging. Während die Speiseeis-Marke Eskimo bei Unilever verblieb, wurde die Unternehmenssparte Iglo vom britischen Finanzinvestor Permira übernommen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte Eskimo

Der Markenname Eskimo entstand 1927 für den ersten „Eislutscher“ der Wiener Milchindustrie AG (MIAG). 1960 wurde das Eisgeschäft der MIAG von der österreichischen Unilever Ges.m.b.H übernommen.

Geschichte Iglo Österreich

Die von Hans Petter in Raasdorf gegründete Produktion von Tiefkühlkost (TKK) wurde 1962 von Unilever übernommen. 1965 erfolgte die Eröffnung der 1. kombinierte Speiseeis- & Tiefkühlproduktion in Groß-Enzersdorf. Damit wurde sowohl die Eskimo- als auch die Iglo-Produktion in die neue Fabrik verlagert.

Fusion zu Eskimo-Iglo

Eskimo-Iglo Logo
Unifrost Logo

1970 erfolgte die Fusion der Unilever-Tochter Eskimo Eis / Petter Iglo TKK mit der Nestlé-Tochter Jopa Eis / Findus TKK zur Eskimo-Iglo GmbH (Unilever 75 %, Nestlé 25 %). 1977 wurde Eskimo-Iglo in die zwei Unternehmen Unifrost (Produktion) und Eskimo-Iglo (Vertrieb) aufgespalten. 1986 übernahm Unilever die restlichen 25 % von Unifrost/Eskimo-Iglo und wurde damit Alleineigentümer.

Outsourcing und Verschmelzung mit Unilever

1993 wurde die Eskimo-Iglo Tiefkühllogistik gegründet und diese 1994 an Tibbett & Britten verkauft. 1998 wurde zur Übernahme der Produktion der Tiefkühlkost in Groß-Enzersdorf von Unifrost die Austria Frost Nahrungsmittel GmbH gegründet. Im gleichen Jahr wurde die Eiscremeproduktion eingestellt; die Eskimo-Eiserzeugung ist somit in Österreich Geschichte. Die verbleibenden Teile der Eskimo-Iglo GmbH wurden mit der österreichischen Unilever GmbH verschmolzen und firmierten fortan als Division Eskimo-Iglo. 2001 wurde die Tiefkühlproduktion der Austria Frost in Groß-Enzersdorf an die österreichische Grabher-Gruppe verkauft, die auch weiterhin fast das gesamte Warensortiment von Iglo produzierte. Sowohl die Speiseeismarke „Eskimo“ als auch die Tiefkühlkostmarke „Iglo“ mit den jeweiligen Produktlinien gab es in Österreich weiterhin. Das Speiseeis wird für Eskimo-Iglo überwiegend in Deutschland erzeugt und in Österreich weiterhin unter dem ursprünglichen Markennamen „Eskimo“ verkauft. Im Oktober 2005 ging Austria Frost in Insolvenz und wurde am 2. Jänner 2007 vom deutschen Tiefkühlkost-Erzeuger Frenzel*** übernommen. Der offizielle Name lautet seitdem Frenzel*** Austria Frost GmbH. Neben zahlreichen anderen Abnehmern lieferte Frenzel nach wie vor in großem Umfang an Eskimo-Iglo.

Verkauf der Sparte Tiefkühlkost durch Unilever

Marillenknödel von Iglo

Im Februar 2006 gab Unilever den Verkauf seiner europäischen Tiefkühlmarken „iglo“ und „Birds Eye“ an die britische Investmentgesellschaft Permira bekannt. Als Grund wird die steigende Konkurrenz durch Billigprodukte und zu geringe Gewinn- und Wachstumsaussichten genannt. Einzig in Italien wird die dort sehr starke Marke „Findus“ behalten. Für den Vertrieb der iglo-Produkte in Österreich ist nunmehr die Iglo Austria GmbH zuständig. „Eskimo“ bleibt als Markenname der Unilever Austria erhalten.

Quellen

Weblinks

 Commons: Iglo Austria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien