Ilse Kilic

Ilse Kilic (* 28. Mai 1958 in Wien) ist eine österreichische Schriftstellerin.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Ihre schriftstellerische Arbeit besteht zum Teil aus Arbeiten mit methodischer Beschränkung im Sinne der Gruppe Oulipo (siehe Potentielle Literatur, also Anagramm, Lipogramm usw.), zum Teil aus Bildgeschichten mit comicartigen Illustrationen. Ilse Kilic arbeitet auch im Bereich Experimentalfilm und Comic und schreibt zum Teil gemeinsame Texte mit Fritz Widhalm, unter anderem einen mehrteiligen fiktiven autobiografischen „Verwicklungsroman“. 2003 erschien das Lipogramm Monikas Chaosprotokoll, bei dem die Vokale E und U nicht verwendet werden.

Ilse Kilic ist gemeinsam mit Gerhard Jaschke Geschäftsführerin der Grazer Autorinnen Autorenversammlung und Mitherausgeberin des Literaturverlags Edition Das fröhliche Wohnzimmer sowie Mitglied der Künstlerinnengruppe InTakt.

Seit 2006 betreiben Ilse Kilic und Fritz Widhalm in Wien eine Galerie für wohnzimmeristische Kunst und ein Glücksschweinmuseum.

Werke (Auswahl)

  • Mein Liedlein geb ich nicht her, Herbstpresse, Wien 1990.
  • Tauziehen (gemeinsam m. Christine Huber), Edition gegensätze, Graz 1993.
  • L5/S1 – Aus der Krankheit eine Waffel machen, Edition die Donau hinunter, Harafl–Wien 1995.
  • Oskars Moral, Ritter Verlag, Klagenfurt–Wien 1996.
  • Als ich einmal zwei war, Ritter Verlag, Klagenfurt–Wien 1999.
  • Die Rückkehr der heimlichen Zwei, Ritter Verlag, Klagenfurt–Wien 2000.
  • Warum eigentlich nicht?, herbstpresse, Wien 2002.
  • Stellwerk 1 (gem. m. Clemens Gadenstätter u. Lisa Spalt), Edition ch, Wien 2002.
  • Monikas Chaosprotokoll – Im Dampfkochtopf von Oskars Moral, Ritter Verlag, Klagenfurt–Wien 2003.
  • Vom Umgang mit den Personen. Eine Schöpfungsgeschichte, Ritter Verlag, Klagenfurt–Wien 2005
  • Ach die Sprache, Edition zzoo, Wien 2006
  • Kuckuck Kuckuck, Bildcollagen von Ach bis Zurück, Edition ch, Wien 2008
  • Das Wort als schöne Kunst betrachtet, Ritter Verlag, Klagenfurt–Wien, Herbst 2008
  • Buch über viel, Ritter Verlag, Klagenfurt-Wien 2011

sowie gemeinsam mit Fritz Widhalm

  • In den Läufern ist das Abenteuer, Experimentelle Reihe Gesamthochschule Siegen, 1992.
  • 2003 – Odyssee im Alltag, edition ch, Wien 2003.
  • Im Bann der Kurvenbar, SuKuLTuR, Berlin 2003 (Reihe „Schöner Lesen“, Nr. 19).
  • Zwischen Zwang und Zwischenfall, Des Verwicklungsromans vierter Teil, edition ch, 2005
  • Ein kleiner Schnitt. Unser Krebsjahr. (autobiografischer Comic über Diagnose und Therapie von Brustkrebs), Das fröhliche Wohnzimmer 2005
  • Wie wir sind, was wir wurden. Des Verwicklungsromans fünfter Teil, edition ch, 2007
  • Zeilen entlang der Zeit. Des Verwicklungsromans sechster Teil, edition ch, 2009

Theater

  • Frisches Blut. Minidrama. Gemeinsam mit Fitz Widhalm. UA unter der Regie von Lucas Cejpek im Schlachthof Wels, 2009.

Hörspiele

alle gemeinsam mit Fritz Widhalm

  • Frankensteins Monster trifft Graf Dracula, der Wolfsmann erzählt von seinen Träumen, Fritz flirtet mit der Mumie und Ilse berichtet von der Notwendigkeit des sommerlichen Schwimmens in Hallenbädern zur Erhaltung des aufrechten Gangs, Österreich 1 1997.
  • Radio Monster oder Völker hört die Signale: Wir lieben euch! Wir beissen alle!, Österreich 1 2001.
  • Als ich die Kellerstiege hinunterging oder hinauf, zum kukuk e.v. – romantisches in jena: dichtung im radiokanal 2001.
  • Das dumme Herz oder Ilse und Fritz auf der Suche nach dem Happy End, Österreich 1 2003.
  • 3 Minikrimis in der Krimiserie "Fuchs und Schnell" ORF 2007
  • Ergänzen Sie die Einrichtung Ihrer Wohnung mit einem Schriftsteller oder einer Schriftstellerin, ORF Literatur als Radiokunst 2009

Filme

teilweise gemeinsam mit Fritz Widhalm

  • Literaturverfilmungen (u.a. Frankenstein, Winnetou 1, Gedichte verschiedener zeitgenössischer Autoren)
  • Das Wandern
  • Durch das Experiment zu sicherem Wissen
  • Das Fröhliche Wohnzimmer verfilmt Gedichte (Kurzfilme zu Gedichten von insgesamt 30 Autorinnen und Autoren)
  • Das Licht des Sterns. Ein Film für Heidi Pataki 2007

Literatur

  • Astrid Poier-Bernhard: "Oskars Moral" von Ilse Kilic als Beispiel eines "Spiel- und Regeltexts", Sprachkunst, Beiträge zur Literaturwissenschaft, Jahrgang XXXIII/2002 im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2002

Weblinks