Im Prater blüh’n wieder die Bäume

Filmdaten
Originaltitel Im Prater blüh’n wieder die Bäume
Produktionsland Österreich
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1958
Länge 95 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Hans Wolff
Drehbuch Juliane Kay
Produktion Paula Wessely
für Paula-Wessely-Filmproduktion
Musik Robert Stolz
Kamera Willi Sohm
Schnitt Paula Dworak
Besetzung

Im Prater blüh’n wieder die Bäume ist ein österreichischer Liebesfilm von Hans Wolff aus dem Jahr 1958. Er beruht auf dem Stück Die Sachertorte von Siegfried Geyer und Rudolf Österreicher.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Wien zur Kaiserzeit: In der Wohnung der Balletttänzerin Mizzi Starek findet eine große Feier statt, während der der verheiratete Baron Lazi Köröshazi für Mizzi zu schwärmen beginnt. Hofrat Härtl von der gegenüberliegenden Wohnung verbittet sich bald den Lärm und die Feier findet ein plötzliches Ende. Am nächsten Tag treffen Härtl, Mizzi und Härtls Tochter Lixie auf dem Hausflur zusammen und entschuldigen sich für ihr Verhalten am Vorabend. Lixie und Mizzi lernen sich kennen und verstehen sich gut. Kurze Zeit später eilt Mizzi in äußerster Not zu Lixies Wohnung. Baron Lazi war für ein Rendezvous zu ihr gekommen, doch ist ihm seine Ehefrau Ilona gefolgt und wartet nun in einer Kutsche vor dem Haus auf sein Erscheinen. Wenn statt Mizzi nun die unschuldige Lixie den Baron vor die Tür bringen könnte, würde er seinen Besuch im Haus als Aufwartung an den Vater, den Hofrat, begründen können. Lixie willigt ein und kann Ilona tatsächlich überzeugen, dass ihr Mann keine Affäre hatte. Ilona ist von Lixie entzückt, sodass sie sie zu einer Kutschfahrt einlädt. Ilona, Lazi und Lixie machen dabei in einem Café Halt, wo Lixie dem Erzherzog Peter Ferdinand auffällt. Er würde die junge Frau gerne wiedersehen. Baron und Baronin kehren mit Lixie wenig später in das Hotel Sacher ein und laden Lixie zur Galavorführung in der Reitschule ein, die am Abend stattfinden soll. Ilona lässt ihr ein Kleid für den Abend bringen.

Lixie wartet im Schreibzimmer des Hotels Sacher auf das Kleid und verfasst einen Brief. Kurz zuvor ist sie ihrem Freund, dem Komponisten Toni Reitmeier, begegnet, der zwar talentiert ist, jedoch keine Protektion hat. So gelingt es ihm nicht, eine Anstellung in der Wiener Oper zu erhalten. Enrico Caruso, der gerade im Hotel Sacher residiert, konnte ihm kein Empfehlungsschreiben mitgeben, da er seinen Schreibwunsch als Autogrammwunsch missverstand. Toni ist verzweifelt und auch Lixie weiß nicht, wie sie ihm helfen soll. Zufällig kehrt im Hotel Sacher auch Stammgast Peter Ferdinand ein, der in einem Vorraum des Schreibzimmers seinen Wein trinken will. So treffen sich der Erzherzog und Lixie wieder. Peter Ferdinand ist begeistert und disponiert um, als Lixie ihm gesteht, nur an diesem einen Tag für ein Essen frei zu sein. Peter Ferdinand will sich abends von der Galavorführung der Reitschule wegstehlen, um mit Lixie im Hotel Sacher essen zu können. Die wiederum erkennt, dass er ein einfaches Mädchen für seine Abendgestaltung haben will. Sie stellt sich ihm daher als Balletttänzerin Mizzi Starek vor.

Am Abend erscheint der Erzherzog verspätet zur Galavorstellung und geht von allen Anwesenden bemerkt auch deutlich vorzeitig. Er eilt zu Lixie und beide verbringen einen langen Abend gemeinsam. Lixie berichtet Peter Ferdinand von ihrem „Bruder“ Toni, der Talent, aber keine Protektion habe. Heimlich lässt der Erzherzog nach ihm schicken, bevor er mit Lixie Brüderschaft trinkt. Beide kommen sich näher und küssen sich, als plötzlich Toni angekündigt wird. Er erfasst schnell, was sich Lixie ausgedacht hat, kann das Spiel jedoch nicht lange mitspielen. Er brauche keine Protektion, entfährt es ihm; zudem heiße er auch nicht Starek und sei auch nicht der Bruder. Toni geht und der Erzherzog fühlt sich zum Narren gehalten. Lixie gesteht ihm nun, dass sie eine Hofratstochter sei – für den Erzherzog kann sie aufgrund ihrer Herkunft nun kein schnelles Abenteuer mehr sein. Er erkennt, dass er sich wirklich in sie verliebt hat und beide verlassen das Hotel Sacher. Sie fahren mit der Kutsche durch Wien und tanzen am Ende im Regen. Mit nassen Sachen enden beide in den Räumlichkeiten des Erzherzogs. Lixie übernachtet hier, wobei sie und der Erzherzog ein Paravent trennt.

Am nächsten Morgen ist Lixie wieder zu Hause, als wäre nie etwas gewesen. Sie weint sich bei Mizzi aus, doch tröstet sie die junge Frau: Nicht jede treffe den Mann ihres Lebens, auch wenn dieser am Ende unerreichbar sei. Für Erzherzog Peter Ferdinand hat die Nacht größere Folgen. Sein Verlassen der Veranstaltung wurde diplomatisch gedeutet, sodass zahlreiche Staatsoberhäupter demonstrativ aus Wien abgereist sind und Protestnoten verabschiedet haben. Der Vater des Erzherzogs ist erbost und droht mit einer Strafversetzung des Sohnes. Zudem geht das Gerücht um, dass Peter Ferdinand die Nacht mit der Gattin eines Ministers verbracht habe. Dies leugnet er zwar, kann jedoch Lixies Namen nicht nennen. Mizzi hilft Lixie und dem Erzherzog, hat sie bei Lixie doch etwas gutzumachen. Sie übernimmt Lixies Rolle und der Erzherzog darf nun behaupten, mit Balletttänzerin Mizzi die Nacht verbracht zu haben. Diese Liaison wird akzeptiert und der Erzherzog auf einen etwas besseren Posten strafversetzt. Alle in den Fall verwickelten Personen erhalten vom Erzherzog bessere Titel und Mizzi eine Abfindung, die es ihr ermöglicht, das Tanzen aufzugeben und eine Boutique zu eröffnen. Das Protektionsschreiben des Erzherzogs wiederum öffnet Toni alle Türen: Er wird an der Oper als dritter Korrepetitor angestellt. Er hat zudem erkannt, dass Lixie sich auch für ihn eingesetzt hat und beide versöhnen sich beim Blumenkorso im Prater.

Produktion

Im Prater blüh’n wieder die Bäume wurde im Atelier Sievering in Wien gedreht. Die Kostüme schufen Fred Adlmüller und Hill Reihs-Gromes, die Filmbauten stammen von Fritz Mögle und Heinz Ockermüller. Der Film erlebte am 1. August 1958 im Theater am Karlstor und dem Film-Eck in München sowie im Palast-Theater in Stuttgart seine Premiere.

Kritik

Der film-dienst nannte Im Prater blüh’n wieder die Bäume „atmosphärisch streckenweise treffend, annehmbar gespielt, oberflächlich-unterhaltsam inszeniert.“[1]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Im Prater blüh’n wieder die Bäume im Lexikon des Internationalen Films