Inge Scholz-Strasser

Inge Scholz-Strasser (* 18. Februar 1952 in Wien) ist eine österreichische Kulturmanagerin. Sie ist Vorstandsvorsitzende der Sigmund Freud Privatstiftung und Direktorin des Sigmund Freud Museums in Wien

Inhaltsverzeichnis

Werdegang

Inge Scholz-Strasser studierte Geschichte, Philosophie und Psychologie an der Universität Wien. Von 1978 bis 1986 unterrichtete sie diese Fächer an einer Wiener AHS. 1987 begann sie ihre Tätigkeit als Generalsekretärin in der Sigmund Freud Gesellschaft 1989 gründete sie mit Joseph Kosuth und Peter Pakesch die Konzeptkunstsammlung „Contemporary Art Collection, Sigmund Freud Museum Vienna“. Seit Eröffnung der Ausstellungsräume 1996 leitet sie das Sigmund Freud Museum als Direktorin. Im Rahmen dieser Tätigkeit hat sie die Sponsoring Organisationen „Verein der Freunde des Sigmund Freud Museums Wien“ und „Freud Foundation U.S.“ aufgebaut. Seit 2003 ist sie Vorstandsvorsitzende der Sigmund Freud Privatstiftung. Zum 150. Geburtstag Sigmund Freuds 2006 brachte die Stadt Wien auf ihre Initiative das Haus Berggasse 19 in die Stiftung ein. Sie ist bei zahlreichen internationalen Ausstellungen beratend tätig, hat Beiträge zur Biografie Sigmund Freuds und Sozialgeschichte Wiens publiziert und mehrere Bücher und Ausstellungskataloge herausgegeben.

Ausstellungen (Auswahl)

Kuratiert:

A View From Outside - Reloaded (2010-2011) mit Arbeiten von Susan Hefuna, Ann-Sofi Sidén und Lala Rascic, in Zusammenarbeit mit Peter Pakesch. Eros und Thanatos: gemeinsam mit Monika Knofler und Jeanne Wolff-Bernstein, im Sigmund Freud Museum und dem Palais Liechtenstein (2009) Ferdinand Schmutzer: Sigmund Freud und seine Zeit, gemeinsam mit Monika Knofler im Sigmund Freud Museum (2008-2009)


Wege zum Unbewussten. In Kooperation mit Helmut Strutzmann und Lydia Marinelli. 2006 Ausstellung auf Litfaßsäulen im Öffentlichen Raum A View From Outside - Continued (2005-2006) mit Arbeiten von Ernest Neto, Monika Sosnowska und Joan Jonas in Zusammenarbeit mit Lydia Marinelli, Peter Pakesch und Elisabeth Schlebrügge A View From Outside (2003-2004) mit Arbeiten von Joseph Kosuth, Louise Bourgeois und Clegg&Guttmann, in Zusammenarbeit mit Lydia Marinelli, Peter Pakesch und Elisabeth Schlebrügge im Sigmund Freud Museum Wien Foundation for the Arts, Sigmund Freud Museum Vienna. 1997 im Sigmund Freud Museum Wien, gemeinsam mit Peter Pakesch und Joseph Kosuth

Management und Organisation:

Das Sigmund-Freud-Museum fotografiert von Gerald Zugmann. Eine Serie von zwölf Fotografien und eine Skulptur von Franz West, Budapest 2003 Ferdinand Schmutzer, Freud und seine Zeit im Portrait, Bratislava 2011, Krakau 2010

Die Couch. Vom Denken im Liegen. 2006 im Sigmund Freud Museum Wien. Kuratorin: Lydia Marinelli Das Sigmund Freud Museum fotografiert von Gerald Zugmann. Eine Serie von zwölf Fotografien und Skulpturen von Franz West und Michaela Spiegel, Budapest 2003 Freuds verschwundene Nachbarn. 2003 im Sigmund Freud Museum Wien. Kuratorin: Lydia Marinelli Sigmund Freud: Konflikt und Kultur. (1999-2000) in der Österreichischen Nationalbibliothek. Eine Ausstellung der Library of Congress, gemeinsam mit dem Freud Museum London und dem Sigmund Freud Museum Wien

Publikationen (Auswahl)

2010 7x ANA von Susan Hefuna. In: Mapping Wien. Susan Hefuna. (Hrsg.): Galerie Grita Insam. Wien 2011

2007 Vorwort in: Contemporary Art in Berggasse 19. In: The Contemporary Art Collection of the Sigmund Freud Museum, Vienna (Hrsg.): Stella Key. Catalogue English / Russian, Moskau 2007 Vorwort in: Contemporary Art in Berggasse 19. In: The Contemporary Art Collection of the Sigmund Freud Museum, Vienna (Hrsg.): YapiKredi. Catalogue English / Turkish. Istanbul 2007 2006 Contemporary Art at Berggasse 19. In: Freud and Contemporary Art. Katalog zur Ausstellung der Sigmund Freud Privatstiftung und des Österreichischen Kulturforums New York. (Hrsg.): mit Peter Pakesch und Christoph Thun-Hohenstein. New York 2006.


Zwischen Konvention und Lustprinzip. In: Hermann Schlösser: Nimm und lies! Glückspotenziale in der Literatur. Wien, Eigenverlag der Casinos Austria AG 2006 „Gut sein und Analyse machen ist dasselbe“. Zwischen inniger Freundschaft und Rivalität: Eva Rosenfeld und die Freuds. In: Das Jüdische Echo. Europäisches Forum für Kultur & Politik. Wien 2006. 2005 Beitrag in: Allegro ma non troppo. Johnny Weissmüller Kochbuch – Von Freunden für Freunde. Dietmar Werner (Hg.). Graz, Literaturverlag Droschl, 2005. Das Sigmund Freud Museum. Mehr als nur eine historische Gedenkstätte. In: Lisa Fischer, Regina Köpl (Hrsg.): Sigmund Freud – Wiener Schauplätze der Psychoanalyse. Wien, Böhlau 2005 Die Foundation for the Arts, Sigmund Freud Museum Vienna. Zur Geschichte der Räume des Sigmund Freud Museums, Berggasse und Zur Kunstsammlung der Sigmund Freud Privatstiftung. In: Traumlandschaften. Kabinet. Russisch / Deutsch. Moskau 2005. (Hrsg.) The Sigmund Freud Museum Contemporary Art Collection. Wien: Sigmund Freud Privatstiftung 1998. 2. Auflage 2005

2004 An keinem Ort ist die feindselige Indifferenz so stark zu verspüren. Sigmund Freud und sein Verhältnis zu Wien. In: Joachim Riedl (Hrsg.): Wien, Stadt der Juden. Die Welt der Tante Jolesch. Wien: Zsolnay 2004. Sigmund Freuds Wien? Sigmund Freud’s Vienna? Privatdruck Deutsch / Englisch. Wien, Booz Allen & Hamilton 2000

Adolf Josef Storfer. Berggasse 19. Musée Freud. In: Dictionnaire international de la Psychanalyse. Concepts, notions, biographies, œuvres, événements, instituions sous la direction de Alain de Mijolla. Paris, Calman Lévy 2002

1998 mit Giselher Guttmann (Hrsg.): Freud and the Neurosciences. From Brain Research to The Unconscious. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 1998 Introduction and Legends in Edmund Engelman, Sigmund Freud. Vienna IX. Berggasse 19, Vienna, Verlag Christian Brandstätter 1998 1997 Harald Leupold-Löwenthal: Ein unmöglicher Beruf. Über die schöne Kunst, ein Analytiker zu sein. Zusammengestellt, bearbeitet und mit einem Vorwort versehen von Inge Scholz-Strasser, Wien, Böhlau 1997

1995 Adolf Josef Storfer: Journalist, Redakteur, Direktor des Internationalen psycho-analytischen Verlags 1925-1932; in: Internationaler Psychoanalytischer Verlag 1919-1938, Katalog, herausgegeben vom Sigmund Freud Museum; Sondernummer 1 / 1995 des Sigmund Freud House Bulletins Mit Harald Leupold-Löwenthal und Hans Lobner (Hrsg.): Berggasse 19, Sigmund Freud Museum. With a contribution: an epilogue. Catalogue. Vienna Verlag Christian Brandstätter

1994 mit Harald Leupold-Löwenthal und Hans Lobner (Hrsg.): Sigmund Freud Museum. Wien IX, Berggasse 19, Katalog. Wien Verlag Christian Brandstätter 1994, mit einem Beitrag: Berggasse 19, das Sigmund Freud Museum und einem Anhang. (Hrsg.): Aggression und Krieg. Wien, Turia und Kant 1994

1993 Einleitung und Bildlegenden zu Edmund Engelman, Sigmund Freud. Wien IX. Berggasse 19. Wien, Verlag Christian Brandstätter 1993 1992 Adolph Joseph Storfer. In: Aus dem Kreis um Sigmund Freud. Zu den Protokollen der Wiener psychoanalytischen Vereinigung; (Hrsg.): Ernst Federn und Gerhard Wittenberger. Fischer Taschenbuchverlag / Frankfurt a. Main 1992 1990 Sigmund Freud-Vorlesungen, Vorlesungen 1970-1988, (Hrsg.) gemeinsam mit Harald Leupold-Löwenthal. Wien, Böhlau 1990 1986 (Hrsg.): Die Wiener Gauner-, Dirnen- und Zuhältersprache von Albert Petrikovits. Mit einem Nachwort. Wien, Böhlau 1986 Von Ornithologen und Grashupferinnen, Bemerkungen zur Sexualität um 1900; in: Glücklich ist, wer vergißt...? Das andere Wien um 1900, (Hrsg.) Hubert C. Ehalt u.a. Wien, Böhlau 1986

1985 Mit Hanna Schnedl-Bubenicek (Hrsg.): Forschung an österreichischen Universitäten zum Thema Frau. Bibliographie der Dissertationen, Diplom- und Hausarbeiten 1970-1984; Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, Sexualität, Erotik, Frauen; in: Die Frau im Korsett, Katalog zur Ausstellung, Wien, Böhlau, 1984

1981 Denk- und Merkwürdigkeiten zum Bild der Frau in österreichischen Schulbüchern; in: Das ewige Klischee. Wien, Böhlau 1981

Vorträge (Auswahl)

2011 The Contemporary Art Collection Sigmund Freud Museum Vienna. Psychiatric World Congress, Buenos Aires / Brazil, im Rahmen der Section: Art and Psychiatry. The Sigmund Freud Museum: Historical and Artistic Confrontations at a Site of Memory. Tel Aviv / Israel, Tel Aviv University, Institute for the History and Philosophy of Science and Ideas 2008 Freud’s intellectual development within the framework of “Jewish Vienna” Im Rahmen der Konferenz: Judaism and Psychoanalysis: A Continuing Dialogue. Chicago / U.S.A., Veranstaltet von der Chicago Psychoanalytic Society und dem Spertus Institute.

2007 The Women Around Sigmund Freud. Patients, Colleagues, Confidantes. Washington DC / U.S.A., Library of Congress 2006: Die Frauen um Sigmund Freud: Patientinnen, Mitarbeiterinnen, Vertraute. Wien / Österreich, Eine Wiener Vorlesung 2002: Freud and Vienna Modernism. St. Petersburg / RU East European Institute of Psychoanalysis 2000: Freud’s Jewish Identity. Tel Aviv / IL Beth Hatefutsoth 1998: Sigmund Freud, Vienna and Psychoanalysis. Washington DC / U.S.A., Austrian Embassy in Washington DC

Weitere Funktionen

In Österreich

  • 1999 - 2009: Aufsichtsratsmitglied der Volksoper Wien
  • 2003 - 2011: Universitätsratsmitglied der Akademie der Bildenden Künste Wien, von 2003 bis 2005 Vorsitzende, 2008 - 2011 stv. Vorsitzende
  • seit 2003: Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung
  • seit 2005: Vorstandsmitglied der Volkshochschule Hietzing

International

  • seit 2006: Board Member der Freund Foundation U.S.

Weblinks