Inneres Salzkammergut

Als Inneres Salzkammergut werden die in Oberösterreich im Süden des Salzkammerguts liegenden Gemeinden am Hallstätter See, Bad Goisern, Hallstatt und Obertraun, sowie die Gosau bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Zum Begriff

Das Gebiet wurde über Jahrhunderte durch die staatliche Salzwirtschaft, die ab dem Beginn des 14. Jahrhunderts nachgewiesen werden kann, geprägt. Das gewachsene Zusammenspiel von Naturraum und signifikanten menschlichen Eingriffen, bilden jene "Kulturlandschaft" die Weltbedeutung besitzt.

Die heutige Tourismusregion, mit dem Tourismusverband Inneres Salzkammergut als Teilhaber der Salzkammergut Tourismus-Marketing GmbH, wird von den vier Hallstättersee-Gemeinden gebildet.

In weiterem Sinne grenzt man das Innere Salzkammergut vom Äußeren Salzkammergut (Traunsee, Attersee, Mondsee, Fuschlsee und umliegende Regionen) ab. In diesem Sinne werden auch die Regionen Bad Ischl und Wolfgangsee zum Inneren Salzkammergut gezählt. Im Umfeld der Unesco-Erklärung ist der Gutteil des Salzkammerguts (die Gemeinden Ebensee, Bad Ischl, Bad Goisern, Hallstatt, Obertraun, Gosau, St. Wolfgang seit 1994, Strobl und St. Gilgen seit 2001) namentlich unter Kulturerbe Salzkammergut als LEADER+-Region organisiert[1], und bildet auch seit INTERREG II (1995) den Verein Regionalentwicklung Inneres Salzkammergut REGIS.[2]

Welterbe

1997 hat die UNESCO daher den Großteil des Inneren Salzkammerguts – insbesondere Hallstatt – zusammen mit dem Ausseerland, und den auf den Gemeindegebieten von Gröbming, Haus im Ennstal und Ramsau am Dachstein und Filzmoos liegenden Anteilen am Dachsteinstock zum Welterbe Hallstatt-Dachstein Salzkammergut erklärt.[3]

Zahlreiche technische Denkmäler, wie die Triftsperren Seeklause in Steeg und die Chorinsky-Klause, die Soleleitungsbrücke Gosauzwang oder der Rudolfsturm in Hallstatt zeigen die Region als altes Gewerbeland. Die Wirtschaftsgeschichte des inneren Salzkammerguts zeigt eindrücklich, welche Bedeutung das Salz für die Region aber auch für den gesamten Staat besaß.

Der Traditionelle Salzkammergut-Vogelfang, als die „Jagd des kleinen Mannes“ umfasst den Fang einzelner heimischer Waldvögel im Herbst, die Waldvogelausstellung am Sonntag vor Kathrein (25. November), und die Haltung der Vögel außerhalb der Fangzeit in Volieren. Der Brauch geht auf eine alte Form der Unterhaltung zurück, um sich am Gesang der Winterbalzer zu erfreuen. Die Vögel werden Großteils im Frühling wieder ausgewildert, und nur einzelne, besonders geeignete Löckvögel für das nächste Jahr behalten. Der Brauch ist von Naturschützern kritisiert worden, ist heute durch die oberösterreichische Landesgesetzgebung geregelt und wurde als Immaterielles Welterbe, wie es die UNESCO deklariert, in die Österreichliste (Nationales Kulturgut) aufgenommen.[4]

Literatur

  •  REGIS Verein Regionalentwicklung Inneres Salzkammergut (Hrsg.): LAG „Kulturerbe Salzkammergut“ Lokale Entwicklungsstrategie 2007 – 2013 Inneres Salzkammergut. Hallstatt o.D. (pdf, regis.or.at, abgerufen am 14. August 2010).

Einzelnachweise

  1. www.leader-austria.at; Karte
  2. www.regis.or.at
  3. 1997 Advisory Body Evaluation, UNESCO World Heritage Centre (pdf, 1 MB)
  4. Traditioneller Salzkammergut-Vogelfang. nationalagentur.unesco.at