Interuniversitäres Forschungszentrum für Technik, Arbeit und Kultur

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Interuniversitäres Forschungszentrum für Technik, Arbeit und Kultur (IFZ)
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Gründung 1988
Ort Graz, Österreich
Leitung Christine Wächter
Mitarbeiter 25
Website ifz.tugraz.at

Das Interuniversitäre Forschungszentrum für Technik, Arbeit und Kultur (IFZ) in Graz ist eine international tätige, außeruniversitäre Forschungseinrichtung der sozial- und umweltverträglichen Technikforschung. Das IFZ betreibt Forschung, wissenschaftliche Beratung und Lehre[1] im Spannungsfeld von Technik und Gesellschaft. Das IFZ ist Gründungsmitglied des deutschsprachigen Netzwerks Technikfolgenabschätzung (NTA)[2].

Inhaltsverzeichnis

Geschichte und Struktur

Das Forschungszentrum wurde 1988 als studentische Initiative mit dem Ziel gegründet, Technologie als soziales Projekt zu thematisieren und soziale Themen in das Technikstudium zu integrieren.

Das IFZ ist als wissenschaftlicher Verein organisiert. Zusätzlich gibt es eine Anbindung an die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung – IFF) und Kooperationen mit der Karl-Franzens-Universität Graz und der Technischen Universität Graz. 25 Wissenschafterinnen und Wissenschaftler aus den Natur-, Sozial-, Ingenieur- und Geisteswissenschaften arbeiten am IFZ in interdisziplinär ausgerichteten Projektteams.

Das Zentrum ist in fünf Forschungsbereiche gegliedert: Energie und Klima, Frauen – Technik – Umwelt, Informations- und Kommunikationstechnologien, Neue Biotechnologien, Ökologische Produktpolitik.

Aktivitäten

Das IFZ untersucht, welche sozialen, ökologischen und gesundheitlichen Auswirkungen Technologien und Produkte haben und wie sozial- und umweltverträgliche Innovationen gefördert werden können. Damit soll ein Beitrag zu einer wissenschaftlich informierten und normativ reflektierten Gestaltung von Technologien geleistet werden. Aufgrund dieser Ausrichtung der Institution sind Interdisziplinarität, Transdisziplinarität, Technikfolgenabschätzung, Politikberatung und Wissenschaftskommunikation wesentliche Aspekte der Tätigkeit des IFZ.

Gleichzeitig laufen bis zu 60 nationale und internationale Projekte. Die Themen reichen von alternativen, landwirtschaftlichen Lebensmittel-Netzwerken[3], über intelligente Haushaltsgeräte im Rahmen nachhaltiger Energiesysteme[4] und Managementoptionen zur Verbesserung der Energieeffizienz im Haushalt[5] bis zu Life Cycle Assessments[6]. In vielen dieser Projekte kooperiert das IFZ mit internationalen Partnern, z.B. Institut für sozial-ökologische Forschung, Öko-Institut, The Open University, University of Sussex, École normale supérieure de Cachan, Universität Ōsaka, vielfach in Projekten, die von der Europäischen Union gefördert werden.

Das IFZ betreut seit 1999 das internationale, englischsprachige Fellowshipprogramm des Institute for Advanced Studies on Science, Technology and Society (IAS-STS)[7], über das internationaler Wissenschafts- und Personalaustausch gepflegt wird.

Das Forschungszentrum gibt seit 1990 die Zeitschrift "SOZIALE TECHNIK"[8] heraus. Es ist innerhalb von Österreich die einzige regelmäßig erscheinende Zeitschrift für umwelt- und sozialwissenschaftliche Technikforschung.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Lehre am IFZ
  2. Netzwerk Technikfolgenabschätzung (NTA)
  3. FAAN
  4. Smart-A
  5. Demohouse
  6. ENSLIC
  7. Institute for Advanced Studies on Science, Technology and Society
  8. Zeitschrift SOZIALE TECHNIK