Irnharting

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Irnharting (Dorf und Katastralgemeinde)
Irnharting (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Wels-Landf8, Oberösterreich
Pol. Gemeinde Gunskirchenf0
Koordinaten 48° 8′ 5″ N, 13° 55′ 19″ O48.13472222222213.921944444444358Koordinaten: 48° 8′ 5″ N, 13° 55′ 19″ Of1
Höhe 358 m ü. A.
Einwohner d. stat. Erh. 975 (1. Januar 2011)
Fläche 9 km²
Postleitzahl A-4623f1
Vorwahl +43/07246f1
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM

Irnharting ist eine Katastralgemeinde und Ortschaft der Marktgemeinde Gunskirchen im oberösterreichischen Bezirk Wels-Land im Hausruckviertel mit 975 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2011). 260 davon leben in der Ortschaft. Der Ort ist vor allem durch das Schloss Irnharting bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Irnharting liegt zwischen dem Hausruckrücken und dem Alpenvorland im oberösterreichischen Zentralraum. Irnharting befindet sich zehn Kilometer westlich der Stadt Wels und zwei Kilometer westlich von Gunskirchen auf einer Seehöhe von ca. 360 Metern. Die Katastralgemeinde setzt sich aus dem westlichen Teil der Gemeinde zusammen und umfasst eine Fläche von 9 km². Die Ausdehnung von Nord nach Süd beträgt 4,8 km; von Ost nach West 4,1 km. Der höchste Punkt befindet sich nahe der Ortschaft Holzing auf 443 m Seehöhe.

Ortsteile

Au bei Sirfling, Baumgarting, Buchleiten, Dorf, Holzing, Irnharting, Kappling, Kranzl am Eck, Lehen, Lucken, Luckenberg, Pfarrhofwies, Sirfling, Sommerau, Spraid, Wallnstorf, Wilhaming, Wimberg sowie der westliche Teil Gunskirchens.

Geschichte

Irnharting wurde 818 erstmals als Yermhärdting urkundlich erwähnt. Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum „Österreich ob der Enns“ zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum „Gau Oberdonau“. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Einwohnerentwicklung und Bevölkerung

1990 hatte der Ort noch 207 Einwohner, 2001 bereits 217.

Wirtschaft

Im Süden der Katastralgemeinde befinden sich zahlreiche Klein- und Mittelbetriebe, wobei im Norden noch mehr Land- und Forstwirtschaft betrieben wird. Nach dem Zweiten Weltkrieg verwandelte sich die Marktgemeinde Gunskirchen von einer Agrargemeinde zu einem wichtigen industriellen Standort. Dadurch siedelten sich auch in und um Irnharting viele Betriebe an und der Anteil der Bauern an der Bevölkerung beträgt heute nur mehr 8 %.

Sport

Im Sommer herrschen gute Bedingungen zum Radfahren dank der ausgebauten Straßen und der vielen angeschriebenen Radwege. Im Winter kann man Eisstockschießen und eislaufen, da zahlreiche Teiche vorhanden sind. Der größte ist der vordere Schlossteich mit 200 mal 300 Meter. Er eignet sich am besten zum Eisstockschießen, da die Bahnen mit Geräten präpariert werden. Insgesamt 15 Bahnen stehen zur Verfügung. In Irnharting ist auch der Eisstockschützenklub Irnharting beheimatet. Bei einer Schneetiefe von 30–50 cm kann man auch auf vielen Spazierwegen langlaufen.

Bauwerke und Sehenswürdigkeiten

Die Schlosskirche befindet sich in einem Wald 200 Meter westlich vom Ortszentrum. Sie wurde 1763 erbaut und unter dem Kirchlein befinden sich die Grabstätten der ehemaligen Grafen und Freiherrn Irnhartings.
  • Alter Pfarrhof Wallnstorf:
Der Alte Pfarrhof war bis 1945 Pfarrhof der Gemeinde Gunskirchen. Er wurde 2007 restauriert und dient jetzt nur mehr als Bauernhof.

Sage von Irnharting

Zwei Edelfräulein ritten einmal im Jahre 1329 aus und verirrten sich im Wald westlich von Gunskirchen. Sie baten Gott um Hilfe und versprachen den Bau einer kleinen Kirche. Bald aber wurden sie gefunden und gerettet. Zum Dank ließ ihr Vater ein Kirchlein erbauen und daneben ein prächtiges Schloss.

Quellen