Ironman 70.3 Austria

Der Ironman 70.3 Austria ist eine seit 2007 im österreichischen St. Pölten stattfindende Triathlon-Sportveranstaltung.

Yvonne van Vlerken – Siegerin des Ironman 70.3 Austria 2010
Monika Stadlmann – die zweitbeste Österreicherin beim Ironman 70.3 Austria (Mai 2010)

Er ist Teil der Ironman 70.3-Triathlon-Rennserie der World Triathlon Corporation. Weltweit werden von der World Triathlon Corporation (kurz WTC) Rennen über die Distanz 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen vergeben. Aus der Gesamtdistanz von 113 km bzw. 70,3 Meilen bei einem leitet sich der Name ab.

Inhaltsverzeichnis

Organisation

Das Rennen über die halbe Ironman-Distanz fand 2007 erstmals in Österreich statt. Als Austragungsort fiel die Wahl nach langen Verhandlungen auf die niederösterreichische Hauptstadt St. Pölten. Ausschlaggebend waren die zentrale Lage und die leichte Erreichbarkeit.

Der weltweit zweitgrößte Lizenznehmer Triangle, der u. a. den Ironman Austria in Kärnten organisiert, ist mit zwei von insgesamt fünf Europa-Rennen Teil von der Ironman 70.3-Weltserie.

Die Erstaustragung des Ironman 70.3 Austria am 2. Juni 2007 bot 75 Qualifikationsplätze für die Ford Ironman 70.3 Weltmeisterschaft, die bis 2010 alljährlich im November in Clearwater, Florida ausgetragen wurde und seit 2011 im September in Las Vegas stattfindet. Die maximal zugelassene Teilnehmerzahl waren 1.500 Athleten. Um der Windschattenproblematik entgegenzuwirken, gab es einen Wellenstart. Das bedeutet, dass die Profi-Athleten etwa zehn Minuten vor den Altersklassen-Teilnehmern gestartet sind. Der Ironman 70.3 Austria bietet heute 50 Qualifikationsplätze zur Weltmeisterschaft in Las Vegas.

Vorangegangener Schätzungen nach, soll der Ironman 70.3 Austria der Region im ersten Jahr rund 12.000 Nächtigungen gebracht haben und die errechnete Wertschöpfung soll sich auf rund 5,2 Millionen Euro belaufen haben. Das Eventbudget betrug 2007 eine Million Euro. Das Rennen wurde durch die TV-Produktion des ORF weltweit übertragen.

2009 fand das Rennen in St. Pölten am 24. Mai statt und rund 7.000 Athleten aus 39 Nationen waren für den Start gemeldet. Chris McCormack erreichte nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen 3 Sekunden vor dem Zweitplatzierten Marino Vanhoenacker das Ziel. Bei den Frauen konnte Sandra Wallenhorst mit einer starken Leistung auf der Laufstrecke den Sieg erreichen.

2010 konnte der Tscheche Filip Ospalý den Streckenrekord auf 3:46:01 Stunden verbessern und unterbot damit die Siegerzeit aus dem Vorjahr um mehr als acht Minuten. Bei den Frauen konnte die seit drei Jahren in Österreich lebende Niederländerin Yvonne van Vlerken den spannenden Endspurt vor der Ungarin Erika Csomor für sich entscheiden.

2011 sind mehr als 2.300 Athleten aus 50 Nationen am Start erwartet worden und der letzte Bewerb wurde hier am 20. Mai 2012 ausgetragen.[1]

Streckenverlauf

  • Die Schwimmdistanz startet im Viehofner See und nach 900 Metern Schwimmen gibt es einen etwa 200 Meter langen Landgang zum Ratzersdorfer See.
  • Die Radstrecke verläuft über eine 90 km lange einmal zu durchfahrende Runde durch die Wachau.
  • Der abschließende Halbmarathon wird über zwei Runden am östlichen und westlichen Ufer der Traisen ausgetragen.

Siegerliste

Männer Frauen
Datum/Jahr 1. Platz 2. Platz 3. Platz
20. Mai 2012 TschechienTschechien Filip Ospalý DeutschlandDeutschland Andreas Raelert FrankreichFrankreich Cyril Viennot
22. Mai 2011 TschechienTschechien Filip Ospalý OsterreichÖsterreich Michael Weiss Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Paul Amey
30. Mai 2010 TschechienTschechien Filip Ospalý AustralienAustralien Chris McCormack DeutschlandDeutschland Andreas Raelert
24. Mai 2009 AustralienAustralien Chris McCormack BelgienBelgien Marino Vanhoenacker ItalienItalien Massimo Cigana
24. Mai 2008 ItalienItalien Massimo Cigana SchwedenSchweden Björn Andersson DeutschlandDeutschland Michael Göhner
02. Juni 2007 DeutschlandDeutschland Michael Göhner BelgienBelgien Gerrit Schellens DeutschlandDeutschland Hans Mühlbauer
Jahr 1. Platz 2. Platz 3. Platz
2012 DeutschlandDeutschland Julia Gajer UngarnUngarn Erika Csomor SchweizSchweiz Natascha Badmann
2011 SchweizSchweiz Karin Thürig UngarnUngarn Erika Csomor NiederlandeNiederlande Yvonne van Vlerken
2010 NiederlandeNiederlande Yvonne van Vlerken UngarnUngarn Erika Csomor SchweizSchweiz Karin Thürig
2009 DeutschlandDeutschland Sandra Wallenhorst TschechienTschechien Lucie Zelenková SchweizSchweiz Caroline Steffen
2008 NiederlandeNiederlande Yvonne van Vlerken UngarnUngarn Erika Csomor DeutschlandDeutschland Sandra Wallenhorst
2007 UngarnUngarn Erika Csomor DanemarkDänemark Charlotte Kolters ItalienItalien Edith Niederfriniger

Einzelnachweise

Weblinks

 Commons: Ironman 70.3 Austria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien