Isaak Volmar

Zeitgenössischer Stich

Isaak Volmar, Baron von Rieden (* 1582; † 1662) war ein österreichischer Politiker und als kaiserlicher Gesandter beim Westfälischen Friedenskongress in Münster und Osnabrück einer der wichtigen Verhandlungsführer.

Leben

Isaak Volmar stammte aus einer Beamtenfamilie im Herzogtum Württemberg und wurde entweder in Urach oder – weniger wahrscheinlich – in Weilersteußlingen auf der Schwäbischen Alb geboren. Sein Vater Abraham Volmar war württembergischer Vogt in Weilersteußlingen, der Großvater Simplicius Volmar hatte in Urach als Untervogt gewirkt. Isaak Volmar studierte Jura an der Universität Freiburg und konvertierte zum katholischen Glauben. Er trat in die Dienste der Tiroler Linie des Hauses Habsburg und wurde Kanzler der vorderösterreichischen Lande in Ensisheim.

Später trat Volmar in die Dienste der verwitweten regierenden Erzherzogin Claudia von Österreich in Innsbruck und wurde zum führenden Politiker an diesem Hof. Seit 1643 war er als Diplomat im Auftrag des Kaisers an den Friedensverhandlungen in Münster beteiligt.[1]

Literatur

  • Joachim Foerster/Roswitha Philippe (Bearb.): Diarium Volmar. 1. und 2. Teil (Acta Pacis Westphalicae Serie III Abt. C). Münster/Westfalen 1984. Joachim Foerster/Antje Oschmann: 3. Teil: Register. Münster 1993.

Anmerkungen

  1. vgl. Christoph Kampmann: Europa und das Reich im Dreißigjährigen Krieg, Stuttgart 2008, S. 161f. Volmar arbeitete u.a. an den Vertragsentwürfen des kaiserlichen Prinzipalgesandten Maximilian von und zu Trauttmansdorff.