Ischl

Dieser Artikel behandelt den Fluss in Österreich; für den Ort im Landkreis Traunstein siehe Ischl (Seeon-Seebruck).
Ischl
Die Ischl in Bad Ischl

Die Ischl in Bad IschlVorlage:Infobox Fluss/KARTE_fehlt

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Salzburg, Oberösterreich
Flusssystem Donau
Abfluss über Traun → Donau → Schwarzes Meer
Ursprung Wolfgangsee bei Strobl
47° 43′ 20″ N, 13° 29′ 9″ O47.72223498082113.48573923111540
Quellhöhe 540 m ü. A.Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung in Bad Ischl in die Traun47.7147065209213.626716136932463Koordinaten: 47° 42′ 53″ N, 13° 37′ 36″ O
47° 42′ 53″ N, 13° 37′ 36″ O47.7147065209213.626716136932463
Mündungshöhe 463 m ü. A.Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 77 m
Länge 12,4 km[1]
Einzugsgebiet 252 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Abfluss am Pegel Bad Ischl (Giselabrücke)[2]
AEo: 251,8 km²
Lage: 1,5 km oberhalb der Mündung
NNQ (03.11.1999)
MNQ 1976-2009
MQ 1976-2009
Mq 1976-2009
MHQ 1976-2009
HHQ (12.08.2002)
1,39 m³/s
2,53 m³/s
10,9 m³/s
43,3 l/s km²
129 m³/s
278 m³/s
Rechte Nebenflüsse Weißenbach, Schöffaubach, Nussenbach, Radaubach, Zimnitzbach
Linke Nebenflüsse Tiefenbach, Schwarzenbach, Rußbach
Die Ischl in Bad Ischl mit dem Kalvarienberg, Aquarell von Ernst Welker (1788-1857)

Die Ischl in Bad Ischl mit dem Kalvarienberg, Aquarell von Ernst Welker (1788-1857)

Die Ischl ist ein Fluss im Salzkammergut. Sie entwässert den Wolfgangsee bei Strobl und mündet nach rund 12 km bei Bad Ischl in die Traun.

Inhaltsverzeichnis

Verlauf

Die Ischl verlässt den Wolfgangsee an seinem östlichen Ende bei Strobl und fließt relativ geradlinig von West nach Ost. Auf den ersten 5 Kilometern bildet sie die Gemeindegrenze zwischen St. Wolfgang im Norden und Strobl im Süden und damit die Landesgrenze zwischen Oberösterreich und Salzburg. Anschließend fließt sie auf dem Gemeindegebiet von Bad Ischl zur Gänze in Oberösterreich und mündet nördlich des Stadtzentrums von Bad Ischl in die Traun. Die Ischl fließt in einem relativ breiten Tal, das durch Gletscher in der letzten Eiszeit geformt wurde. Ihr mittleres Gefälle beträgt 5,4 ‰. Weitgehend parallel zum Fluss verläuft die Wolfgangseestraße.

Zuflüsse

Größere Zuflüsse mit Einzugsgebieten von mehr als 10 km² sind der Weißenbach (Einzugsgebiet: 45,6 km²) und der Schöffaubach (11,7 km²) von rechts, sowie der Schwarzenbach (12 km²) und der Rußbach (21 km²) von links.[1].

Wirtschaftliche Nutzung

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts wird die Ischl mit ihrer reichen Wasserführung zur Energieerzeugung genutzt. Das Laufkraftwerk Weinbach liefert ein Regelarbeitsvermögen von 2,37 GWh pro Jahr[3], an einer weiteren Ausleitungsstrecke befinden sich die Kraftwerke Schönburg-Hartenstein I und II.

Umwelt

Die Ischl ist in langen Abschnitten durch Längsverbauungen reguliert und in ihrem natürlichen Verlauf beeinträchtigt. An mehreren Stellen finden sich jedoch noch Augebiete. Die Pfandler Au im Gemeindegebiet von Bad Ischl ist ein großflächiger Auwald, der mit Kiefern bestanden ist. Die Strauchschicht wird insbesondere aus Wacholder gebildet, im Unterwuchs finden sich viele Orchideen. Die Pfandler Au ist als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen[4], eine solche Kiefernau findet sich in Oberösterreich sonst nur noch an der Alm. Die Gewässergüteklasse der Ischl beträgt I-II.[5]

Name

Der Name des Flusses taucht erstmals im Jahr 829 als Iscula auf. Ein römischer Inschriftstein aus Bad Ischl erwähnt eine römische Zollstation "Esc", was als Abkürzung von statio Escensis und latinisierte Form eines vorrömischen Namens gedeutet und ebenfalls mit dem Namen Ischl in Verbindung gebracht wird. Für den Namen gibt es zahlreiche Deutungen, so wird er auf das keltische Wort esk (Wasser) oder isk (Fisch) zurückgeführt, oder als Ableitung der indogermanischen Wurzel ei (gehen, laufen, rennen) angesehen. Andere Interpretationen leiten den Namen vom lateinischen esca (Speise, Lockspeise, Köder, Aas) oder dem romanischen iscla (Au) ab.[6]

Literatur

  • Amt der Oö. Landesregierung, Naturschutzabteilung (Hrsg.): Natur und Landschaft - Leitbilder für Oberösterreich. Band 31: Raumeinheit Salzkammergut-Talungen. Überarb. Fassung, Linz 2007 (PDF)

Weblinks

 Commons: Ischl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Bundeswasserbauverwaltung, Amt der Oö. Landesregierung (Hrsg.): Schutzwasserwirtschaftlicher Gefahrenzonenplan Ischlfluss von km 0,000 bis km 12,362. Gmunden 2011 (PDF)
  2. Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Hrsg.): Hydrographisches Jahrbuch von Österreich 2009. Wien 2011 (PDF)
  3. Energie AG: Laufkraftwerk Weinbach
  4. Land Oberösterreich, Naturschutzdatenbank: Pfandler Au
  5. Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Hrsg.): Saprobiologische Gewässergüte der Fließgewässer Österreichs. Stand 2005. (PDF)
  6. Stadtamt Bad Ischl: Der Name Ischl