Itzlinger Au

Die Itzlinger Au ist der kleine erhaltene Rest eines einst mächtigen Auwaldgürtels im Norden der österreichischen Stadt Salzburg am linken Ufer der Salzach in der Katastralgemeinde Itzling. Das 12,5 ha[1] große Gebiet gehört heute aber nicht mehr zu dem gleichnamigen Stadtteil, sondern befindet sich in Liefering nördlich des Erholungsraumes am sogenannten Glanspitz, dem Mündungsbereich der Glan in die Salzach, sowie des daran anschließenden Messezentrums Salzburg und der Salzburgarena. Im Norden wird die Itzlinger Au begrenzt durch die Trasse der Westautobahn (A1).

Der südlichste Teil des ursprünglich langen Auwaldgürtels hieß einst Lehenau (noch im Stadtteil Lehen liegend), an den sich erst die Itzlinger Au, hierauf die Lieferinger Au und die Bonau, anschließend die Bergheimer Au und die Herrnau und zuletzt die Totenkopfau im Bereich der Saalachmündung anschlossen. Aufgrund ihrer Lage im jetzigen Stadtteil Liefering wird die Itzlinger Au heute auch als Lieferinger Au bezeichnet[2] und ist mit dem früheren Augebiet dieses Namens nicht identisch.

Die Itzlinger Au wurde wegen ihrer selten gewordenen Schwarz-Pappeln und des reichlichen Alt- und Totholzes in der Au 1999 als Geschützter Landschaftsteil unter Schutz gestellt. Hier kommt ein seltener holzbewohnender Käfer, der gemäß FFH-Richtlinie der EU geschützt ist, der Scharlachkäfer (Cucujus cinnaberinus) vor. Die Au ist auch Teil des Lebensraumes des Grauspechtes (geschützt gemäß Vogelschutzrichtlinie der EU).

Einzelnachweise

  1. Geschützte Objekte und Gebiete auf salzburg.gv.at, abgerufen am 8. Oktober 2012
  2. „... die Erhaltung der Lieferinger, respektive frühere gängigere Bezeichnung ‚Itzlinger Au‘ ...“ (Protokoll der Sitzung des Salzburger Landtages am 23. Oktober 1996, Punkt 4.1; online auf salzburg.gv.at) und „Lieferinger Au“ öfters in der Debatte; Datei abgerufen am 8. Oktober 2012

47.82513.030555555556Koordinaten: 47° 49′ 30″ N, 13° 1′ 50″ O