Jörg Wills

Jörg Wills (1987)

Jörg Michael Wills (* 5. März 1937) ist ein deutscher Mathematiker, der sich mit diskreter, konvexer und kombinatorischer Geometrie beschäftigt.

Wills wurde 1965 bei Ernst Max Mohr an der TU Berlin promoviert (Zwei Probleme der inhomogenen diophantischen Approximation). Er war Professor an der TU Berlin und ist seit 1974 Professor an der Universität Siegen. 2002 emeritierte er. Er war Gastprofessor an der Ungarischen Akademie der Wissenschaften (1982, 1997), der Universität Toronto (1986, 1988, 1993), der Universität Triest (1990), der Academia Sinica in Peking (1994) und der Universität in Mexico City (1995).

1995 erhielt er das österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse und 2003 wurde er Ehrendoktor der TU Wien. 2002 erhielt er die Goldene Ehrennadel der Deutschen Mathematikervereinigung.

Wills beschäftigt sich insbesondere mit Kugelpackungen. 1992 konnte er mit Pier Maria Gardini einen Satz über den Eintritt der Wurstkatastrophe in der Theorie der endlichen Kugelpackungen beweisen (und damit eine Vermutung bestätigen, die er 1985 aufgestellt hatte).

Zu seinen Doktoranden zählen Peter Gritzmann und Jürgen Bokowski (TU Berlin).

Schriften

  • mit Peter Gruber (Hrsg.): Handbook of convex geometry. 2 Bände, North Holland 1993.
  • mit Peter Gruber (Hrsg.): Convexity and its applications. Birkhäuser 1983.
  • Herausgeber mit Jürgen Tolke: Contributions to geometry, Birkhäuser 1979. (Proceedings Geometry Symposium, Siegen 1978)
  • Spheres and sausages, crystal and catastrophes – and a joint packing theory. In: Mathematical Intelligencer. Band 20, 1998, Heft 1, S. 16–21.

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