Jürgen Borchhardt

Jürgen Borchhardt, mit vollem Namen Jürgen Borchhardt Freiherr Bernewitz[1], (* 25. Februar 1936 in Sprottau) ist ein deutscher Klassischer Archäologe.

Nach dem Abitur 1958 in Hannover studierte er in Heidelberg und Berlin Klassische Archäologie, Ur- und Frühgeschichte und Alte Geschichte. 1963 promovierte er in Heidelberg bei Roland Hampe. 1963/64 erhielt er das Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts. In den Jahren 1965 bis 1968 führte er im Auftrag der DFG Untersuchungen in Myra durch. Sein Interesse an Lykien ist seit dieser Zeit geblieben, mit dem Schwerpunkt auf Limyra, wo er seit 1969 immer wieder gearbeitet hat, auch über die Entwicklung der Stätte in der Römischen Kaiserzeit. Hier liegt auch der Schwerpunkt seiner Veröffentlichungen.

Nach der Tätigkeit als Assistent und Referent für Klassische Archäologie am DAI Istanbul von 1966 bis 1970 habilitierte er sich 1973 mit einer Arbeit über die Bauskulptur des Heroons von Limyra in Frankfurt bei Gerhard Kleiner. 1979 wurde er dort Professor für Klassische Archäologie. Von 1982 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2001 lehrte er als ordentlicher Universitätsprofessor an der Universität Wien.

Jürgen Borchardt ist Mitglied des DAI und des Österreichischen Archäologischen Instituts sowie Korrespondierendes Mitglied der Philosophisch-Historischen Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Schriften

  • Homerische Helme. Helmformen der Ägäis in ihren Beziehungen zu orientalischen und europäischen Helmen in der Bronze- und frühen Eisenzeit. von Zabern, Mainz 1972.
  • Die Bauskulptur des Heroons von Limyra. Mann, Berlin 1976 (Istanbuler Forschungen 32), ISBN 3-7861-2237-7.
  • Der Fries vom Kenotaph für Gaius Caesar in Limyra. Phoibos-Verlag, Wien (Forschungen in Limyra 2), ISBN 3-901232-25-7.

Weblinks

Anmerkungen

  1. Eintrag über Borchhardt im Personal- und Lehrveranstaltungsverzeichnis der Universität Wien