Jürgen Melzer

Jürgen Melzer Tennisspieler
Jürgen Melzer
Nationalität: OsterreichÖsterreich Österreich
Geburtstag: 22. Mai 1981
Größe: 183 cm
Gewicht: 81 kg
1. Profisaison: 1999
Spielhand: Links, beidhändige Rückhand
Trainer: Alexander Waske
Preisgeld: 7.267.195 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 283:248
Karrieretitel: 4
Höchste Platzierung: 8 (18. April 2011)
Aktuelle Platzierung: 30
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 226:170
Karrieretitel: 12
Höchste Platzierung: 6 (13. September 2010)
Aktuelle Platzierung: 17
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 27. Februar 2012
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Jürgen Melzer (* 22. Mai 1981 in Wien) ist ein österreichischer Tennisspieler. Neben Thomas Muster und Julian Knowle ist er der einzige Österreicher, der ein Grand-Slam-Turnier (2x Doppel, 1x Mixed) gewinnen konnte. Er zählt damit zu den erfolgreichsten österreichischen Tennisspielern.

Inhaltsverzeichnis

Biographie

Sein Vater Rudolf Melzer (SPÖ) war von 1998 bis 2001 Bürgermeister der Stadt Deutsch-Wagram. Seine Mutter Michaela Melzer ist Angestellte,[1] sein jüngerer Bruder Gerald ebenfalls Profi-Tennisspieler.

Jürgen Melzer ist seit dem 14. September 2012 mit der tschechischen Tennisspielerin Iveta Benešová verheiratet. Die Hochzeit fand auf Schloss Laxenburg statt.[2]. Davor hatte er mehrere Jahre lang eine Beziehung mit der Schwimmerin Mirna Jukić und der slowakischen Tennisspielerin Dominika Cibulková.

Karriere-Highlights

1999 bis 2006

Melzer debütierte 1999 auf der ATP Tour, als er bei der BA-CA Tennis Trophy in Wien antrat. Durch einen 7:6, 2:6, 6:3-Sieg über Lars Burgsmüller erreichte er die zweite Runde und verlor dort 4:6 und 0:6 gegen Nicolas Kiefer.

Im Jahr darauf qualifizierte er sich für die Wimbledon Championships, wo er aber schon in der ersten Runde gegen Mark Philippoussis in vier Sätzen verlor. Weitere Erstrundenniederlagen kamen bei den ATP-Turnieren Grand Prix St. Pölten und Generali Open in Kitzbühel hinzu.

2001 gewann Melzer das Challenger-Turnier in Mönchengladbach. Außerdem erreichte er die zweite Runde bei der BA-CA Tennis Trophy in Wien nach einem 6:7, 6:4, 6:4-Sieg über Fabrice Santoro. In der zweiten Runde unterlag Melzer allerdings Michel Kratochvil aus der Schweiz in zwei Sätzen.

2002 erreichte Melzer zweimal ein Viertelfinale bei ATP-Turnieren (St. Pölten und Wien) sowie ein Halbfinale in Umag, Kroatien.

2003 erreichte er sein erstes Finale bei einem ATP-Turnier. In Newport musste er sich erst im Endspiel Robby Ginepri in drei Sätzen geschlagen geben. Außerdem erreichte er das Viertelfinale in Houston.

2004 schaffte Melzer den Einzug in die dritte Runde der Australian Open und schied anschließend gegen Sjeng Schalken aus. Melzer spielte eine starke Sandplatz-Saison, bei der er in Houston und bei den German Open in Hamburg jeweils das Viertelfinale erreichte. In Hamburg besiegte er Marat Safin 6:4, 6:4 und unterlag dann Lleyton Hewitt. Danach schaffte Melzer auch noch den Einzug ins Halbfinale in St. Pölten, wo er Xavier Malisse unterlag. Zudem kam er beim Rogers Masters in Toronto noch ins Viertelfinale, indem er drei Top-20-Spieler der Entry-Weltrangliste (Dominik Hrbatý, Andre Agassi und Fernando González) besiegte, bevor er Nicolas Kiefer in drei Sätzen unterlag. Auch bei den US Open erreichte er die dritte Runde. Die Saison 2004 beendete Melzer auf Platz 40 im ATP Champions Race.

2005 erreichte Melzer bei den Grand-Slam-Turnieren Australian Open, French Open und Wimbledon jeweils die dritte Runde. Bei den US Open scheiterte er in Runde eins. Außerdem zog er zweimal ins Halbfinale ein (San Jose und Houston), einmal ins Viertelfinale (Adelaide) und zum zweiten Mal ins ATP-Finale von St. Pölten. Auch in den Doppelbewerben bei den Grand-Slam-Turnieren konnte er überzeugen. So gewann er in der ersten Runde der Australien Open gegen das topgesetzte Duo Daniel Nestor/Mark Knowles und unterlag erst im Halbfinale den späteren Siegern.

2006 war für Melzer sein bis dahin bestes Jahr. Er schied zwar bei allen Grand-Slam-Turnieren in der ersten Runde aus, erreichte auf der Tour aber ein Finale (Houston) und zwei weitere Semifinale (München, Newport), ehe ihm im September 2006 der erste Turniersieg gelang. Beim mit 300.000 US-Dollar dotierten ATP-Turnier von Bukarest schlug er den als Nummer fünf gesetzten Italiener Filippo Volandri souverän mit 6:1, 7:5. Nach zehn Siegen in Serie unterlag er eine Woche später im Finale von Metz Novak Đoković. In seinem nächsten Turnier, der BA-CA Tennis Trophy in der Wiener Stadthalle, unterlag er im Viertelfinale dem als Nummer drei gesetzten US-Superstar Andy Roddick mit 4:6 und 3:6.

2007 bis 2009

Jürgen Melzer startete auf Rang 41 in das Jahr 2007, doch es war viel Potential für Verbesserung da, weil der Österreicher fast keine Punkte im ersten Halbjahr zu verteidigen hatte. Er begann jedoch mit einer Niederlage in Doha gegen den Qualifikanten Frederico Luzzi. Eine Woche später in Sydney zog Melzer nach gutem Spiel ins Halbfinale ein, doch er bekam einen Magendarmvirus und musste somit das Duell mit James Blake absagen. Bei den Australian Open bezwang Melzer in der ersten Runde Ivo Karlović in drei Sätzen. In Runde zwei gegen Tommy Robredo machte ihm erneut die Viruserkrankung zu schaffen und er verlor in drei Sätzen. Zusätzlich erlitt er eine Handgelenksverletzung. Ende Februar kam der Österreicher in Las Vegas zurück auf die Tour und erreichte gleich das Finale, wo er allerdings Lleyton Hewitt mit 4:6 und 6:7 unterlag. Bei den folgenden Masters-Series-Turnieren verlor er jeweils in der ersten Runde. Erst in Houston, wo er viele Punkte zu verteidigen hatte, schaffte er es bis ins Viertelfinale. Trotz der Niederlage gegen Mariano Zabaleta verlor Melzer nur eine Platzierung und war immer noch unter den Top 30. Danach war eine kleine Durststrecke von Melzer, in der er ein nur Viertelfinale in München und eine zweite Runde bei den French Open, wo er Juan Mónaco klar unterlag. In Halle verlor Melzer gegen den Russen Nikolai Dawydenko in drei Sätzen und im Doppel musste Melzer aufgeben wegen einer Handgelenksverletzung. Danach diagnostizierte man einen Sehnenriss im Handgelenk und das hieß er müsste eine Zwangspause von einem halben Jahr nehmen. Melzer wurde ein „Protected Ranking“ zugesichert, was bedeutete im folgenden Jahr mit einem Platz unter den Top 100 zu starten. Nach Versuchen diese Operation zu umgehen, was bedeutete, erst im Jänner 2008 wieder an einem Turnier teilzunehmen, kam jedoch Mitte Juli die Sensation: Nach einer Therapie beim Wunderheiler Mohamed Khalifa konnte Melzer wieder schmerzfrei trainieren. In Montreal feierte der Österreicher sein Comeback auf der Tour und bot ein tolles Match gegen den Amerikaner James Blake, doch verlor knapp mit 5:7 und 6:7. Eine Woche später beim Masters-Series-Event von Cincinnati spielte Melzer gegen Ivo Karlović und feierte seinen ersten Sieg nach seiner Handgelenksverletzung. Melzer gewann gegen den Kroaten die beiden Tie Breaks je Satz. In Runde zwei spielte er erneut gegen einen Kroaten, nämlich Mario Ančić. Auch diese Begegnung gewann Melzer, dieses Mal in drei Sätzen. Gegen seinen Angstgegner Lleyton Hewitt verlor Melzer in Runde drei in zwei Sätzen und schied aus.

Bei den US-Open verlor Melzer in Runde 2 gegen Juan Martín del Potro. In der Woche nach den US-Open trat Melzer zu seiner Titelverteidigung in Bukarest an. Er verlor in der ersten Runde gegen den Italiener Andreas Seppi in drei Sätzen und fiel in der Weltrangliste aus den Top 40, womit er auch erstmals seit Jänner 2004 die Position des besten Österreichers in der Tennis-Weltrangliste an Stefan Koubek abgeben musste. Im Davis Cup - Relegationsspiel gegen Brasilien siegte er drei Mal und führte Österreich zurück in die Weltgruppe.

Zum Saisonauftakt 2008 erreichte er jeweils die zweite Runde bei den Turnieren von Chennai und Auckland. Er scheiterte ebenfalls in der zweiten Runde bei den Australian Open. Ende Jänner erreichte er beim Challenger-Turnier in Wroclaw das Finale, welches er gegen Kristof Vliegen verlor. In Sunrise schaffte er es bis in Semifinale. In Pörtschach unterlag er Igor Kunizyn im Viertelfinale. Bei den drei Grand-Slam-Turnieren von Paris, London und New York kam er bis in die dritte Runde. In Kitzbühel erreichte er sein erstes ATP-Einzelfinale der Saison, das er gegen den Juan Martín del Potro verlor. Beim Saisonhöhepunkt in Peking bei den Olympischen Spielen verlor er erst gegen den späteren Olympiasieger Rafael Nadal im Viertelfinale.

Mehr Erfolg hatte er 2008 im Doppel. So erreichte er jeweils das Finale von Auckland, Wroclaw, Pörtschach und ’s-Hertogenbosch, welches er auch gewinnen konnte. In Graz gewann er das Challengerturnier mit seinem Bruder Gerald. Während der Saison spielte er mit unterschiedlichen Partnern. Während des Jahres hat er Stefan Koubek als bestplatzierten Österreicher in der Weltrangliste abgelöst.

2009 feierte Melzer seinen bis dahin größten Erfolg beim Heimturnier in der Wiener Stadthalle (Kategorie ATP 250): Er besiegte im Finale den Kroaten Marin Čilić und gewann nach Bukarest (2006) sein 2. ATP Turnier. Er schied in den Halbfinali von Umag (gegen Nikolai Dawydenko) und Bangkok (gegen Gilles Simon) aus. Melzer verlor jeweils in der dritten Runde der Grand Slam Turniere von Melbourne (gegen Andy Murray), Paris (gegen Gaël Monfils) und Wimbledon (gegen Andy Roddick). Bei den ATP Masters Turnieren von Rom (gegen Fernando González) und Shanghai (gegen Feliciano López) schied er jeweils im Achtelfinale aus. Melzer beendete das Jahr als 28. der ATP-Weltrangliste. Im Doppel gewann er an der Seite von Julian Knowle die Turniere von Tokio (Kategorie ATP 500) und New Haven. Beide erreichten die Halbfinals der ATP Masters Turniere von Miami und Shanghai und unterlagen Łukasz Kubot und Oliver Marach im Finale von Wien. Melzer beendete das Jahr als 28. der ATP-Weltrangliste.

2010 bis heute

Jürgen Melzer mit der Auszeichnung als Österreichs Sportler des Jahres 2010

Mit dem Einzug ins Halbfinale von Paris im Juni 2010 - er unterlag dem späteren Turniersieger Rafael Nadal in drei Sätzen - feierte er seinen bisher größten Erfolg bei einem Grand Slam. In Wimbledon stand er erstmals im Achtelfinale und verlor dort gegen Titelverteidiger Roger Federer. Im Finale von Hamburg (Kategorie ATP 500) unterlag er dem ungesetzten Kasachen Andrei Golubew. Weiters schied er im Viertelfinale des Madrid Masters gegen Nicolás Almagro aus und verlor das Halbfinale von Dubai (Kategorie ATP 500) gegen Michail Juschny. Im Doppel gewann er an der Seite von Philipp Petzschner das ATP Turnier in Zagreb. Darüber hinaus holte Melzer sich mit Petzschner als erster Österreicher den Titel in der Doppelkonkurrenz von Wimbledon, was laut eigenen Angaben der größte Erfolg seiner Karriere ist.[3]

Bei den US Open verlor er erneut gegen Roger Federer im Achtelfinale. Nachdem Melzer in Peking (Kategorie ATP 500) bereits im Achtelfinale scheiterte, gelang ihm mit einem Sieg über den Weltranglisten-Ersten Rafael Nadal im Achtelfinale des ATP Masters 1000 Turniers in Shanghai ein neuer Höhepunkt seiner Karriere, da er die letzten 3 Begegnungen gegen Nadal alle ohne Satzgewinn verloren hatte. Er gewann in dieser Woche sogar gegen insgesamt 3 Weltranglisten-Erste, da er für seinen Sieg im Doppelbewerb von Shanghai (Partner: Leander Paes) im Semifinale auch die beiden Führenden der Doppel-Weltrangliste, Bob Bryan und Mike Bryan, überwinden musste. Ende Oktober konnte er in der Wiener Stadthalle seinen 2009 errungenen Titel verteidigen: Er besiegte seinen Landsmann Andreas Haider-Maurer in einem spannenden Finale (bei 6:7, 4:5 Rückstand gelang ihm sein erstes Break, Endergebnis war 6:710, 7:64, 6:4) und gewann damit seinen 3. ATP Einzel-Titel.

Aufgrund seiner Erfolge im Kalenderjahr 2010 wurde Melzer Anfang November außerdem als zweiter Tennisspieler nach Thomas Muster (1990, 1995) zu Österreichs Sportler des Jahres gewählt.[4] Er konnte Ende 2010 außerdem als bester "Kombinierer" bezeichnet werden: In einer (offiziell nicht geführten) kombinierten Weltrangliste für Einzel und Doppel lag er per 1. November 2010 überlegen in Führung (Einzel 12., Doppel 6. – Summe 18) vor Sam Querrey, USA (Einzel 22., Doppel 31. – Summe 53) und John Isner, USA (Einzel 19., Doppel 36. – Summe 55); Rafael Nadal war in dieser Wertung 10. (Einzel 1., Doppel 74. – Summe 75), Roger Federer und Novak Đoković waren damals im Doppel nicht unter den Top 100 klassiert.

Melzer startete in Kooyong beim AAMI Classic in die Saison 2011 und erreichte hier den dritten Platz mit einem Sieg über Nikolai Dawydenko. In Melbourne schaffte er ein Achtelfinaleinzug. Im Doppel gelangte er an der Seite von Philipp Petzschner ins Viertelfinale und unterlag dort knapp den Bryan-Brüdern. Durch die gewonnen Punkte konnte Melzer dann erstmals in seiner Karriere in die Top Ten vorstoßen und zählt damit zu dem nicht allzu großen Kreis jener Spieler, die im Laufe ihrer Karriere zeitgleich sowohl im Einzel als auch im Doppel zu den Top 10 gehörten (der beste in der Tennis Open Era war diesbezüglich wohl John McEnroe, zu Beginn der Achtziger Jahre längere Zeit Nr. 1 im Einzel und im Doppel).

Beim nächsten Turnier in Rotterdam scheiterte er zwar im Achtelfinale an Marin Čilić, konnte aber an der Seite von Petzschner den Doppelbewerb für sich entscheiden und sicherte sich damit seinen ersten Saisontitel. Im April 2011 besiegte Melzer im Viertelfinale der Monte Carlo Masters Roger Federer mit 6:4 und 6:4[5], unterlag aber im Halbfinale dem Spanier David Ferrer mit 3:6, 2:6.[6] Ab 18. April 2011 wurde er 8 Wochen lang in der Einzel-Weltrangliste als Nummer 8 geführt, das war die beste Einzel-Platzierung seiner Karriere. Im Juli 2011 gewann Melzer in Wimbledon im Mixed-Doppel an der Seite der Tschechin Iveta Benešová seinen zweiten Grand Slam Titel. Sein dritter folgte dann an der Seite von Philipp Petzschner im Doppelbewerb der US Open.[7]. Im Einzel lief es ab Mitte des Jahres nicht mehr so gut, Ende 2011 war er in der Einzel-Weltrangliste auf Platz 33 zurückgefallen.

2012 begann im Einzel mit Auftaktniederlagen in Brisbane und bei den Australian Open. Der erste große Erfolg des Jahres erfolgte mit dem Aufstieg mit der österreichischen Daviscup-Mannschaft ins Viertelfinale der Weltgruppe; beim 3:2 Sieg über Russland in Wiener Neustadt (10.-12. Februar 2012) konnte er zwei der drei Punkte durch die von ihm gewonnen Einzelpartien gegen Igor Kunizin und Alex Bogomolow beisteuern, den dritten Punkte hatte Andreas Haider-Maurer bereits in seinem ersten Match gegen Alex Bogomolow erzielt.[8]. Kurz darauf gewann Melzer in Memphis sein erstes Turnier der ATP World Tour 500. Danach folgten mehrere Rückschläge: im Davis Cup Viertelfinale scheiterte das Team an Spanien klar mit 1:4;[9] bis Ende Juli konnte Melzer außer in Miami nie die dritte Runde eines Einzelbewerbs erreichen, und schied u.a. bei den French Open und in Wimbledon in der ersten bzw. zweiten Runde aus; schließlich verlor er auch sein Erstrundenmatch bei den Olympischen Spielen gegen Marin Čilić, und schied im Doppelbewerb gemeinsam mit Alexander Peya im Achtelfinale aus. Im Doppel waren die größten Erfolge das Erreichen des Finales in Brisbane zu Jahresbeginn, und des Halbfinales in Wimbledon.

Betreuer

Mitte Mai 2007 trennte sich Melzer von seinem Trainer Karl-Heinz Wetter. Bis zu den US Open im selben Jahr arbeitete er dann mit Gilbert Schaller zusammen. Seitdem arbeitete er mit der ehemaligen Nummer 7 der Welt, Joakim Nyström aus Schweden, zusammen. Sein Manager ist Ronnie Leitgeb. Er arbeitet auch noch mit Jan Veldhuis (Physiotherapeut und Konditionstrainer) und Michael Buchleitner (Konditionstrainer)[10] zusammen. Zum Ende der Saison 2012 wurde Alexander Waske neuer Trainer von Melzer.

Sportliche Erfolge

Junior-Karriere

  • Wimbledon-Sieg bei den Junioren (1999)
  • Doppel-Titel von Melbourne (1999)

Profi-Karriere

Legende
Grand Slam
Tennis Masters Cup /
ATP World Tour Finals
ATP Masters Series /
ATP World Tour Masters 1000
ATP International Series Gold /
ATP World Tour 500 Series
ATP International Series /
ATP World Tour 250 Series

Einzel

Titel (4)
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 11. September 2006 RumänienRumänien Bukarest Sand ItalienItalien Filippo Volandri 6:1, 7:5
2. 1. November 2009 OsterreichÖsterreich Wien (1) Hartplatz (i) KroatienKroatien Marin Čilić 6:4, 6:3
3. 31. Oktober 2010 OsterreichÖsterreich Wien (2) Hartplatz (i) OsterreichÖsterreich Andreas Haider-Maurer 6:710, 7:64, 6:4
4. 26. Februar 2012 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Memphis Hartplatz (i) KanadaKanada Milos Raonic 7:5, 7:64
Finalteilnahmen (7)
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 7. Juli 2003 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Newport Rasen Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Robby Ginepri 4:6, 7:63, 1:6
2. 16. Mai 2005 OsterreichÖsterreich St. Pölten Sand RusslandRussland Nikolai Dawydenko 3:6, 6:2, 4:6
3. 10. April 2006 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Houston Sand Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mardy Fish 6:3, 4:6, 3:6
4. 2. Oktober 2006 FrankreichFrankreich Metz Hartplatz (i) SerbienSerbien Novak Đoković 6:4, 3:6, 2:6
5. 26. Februar 2007 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Las Vegas Hartplatz AustralienAustralien Lleyton Hewitt 4:6, 6:710
6. 14. Juli 2008 OsterreichÖsterreich Kitzbühel Sand ArgentinienArgentinien Juan Martín del Potro 2:6, 1:6
7. 26. Juli 2010 DeutschlandDeutschland Hamburg Sand KasachstanKasachstan Andrei Golubew 3:6, 5:7

Doppel

Titel (12)
Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 24. Oktober 2005 RusslandRussland St. Petersburg Teppich (i) OsterreichÖsterreich Julian Knowle SchwedenSchweden Jonas Björkman
WeissrusslandWeißrussland Max Mirny
4:6, 7:5, 7:5
2. 24. April 2006 MarokkoMarokko Casablanca Sand OsterreichÖsterreich Julian Knowle DeutschlandDeutschland Michael Kohlmann
DeutschlandDeutschland Alexander Waske
6:3, 6:4
3. 10. Juli 2006 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Newport Rasen Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Robert Kendrick SudafrikaSüdafrika Jeff Coetzee
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Justin Gimelstob
7:63, 6:0
4. 15. Juni 2008 NiederlandeNiederlande 's-Hertogenbosch Rasen KroatienKroatien Mario Ančić IndienIndien Mahesh Bhupathi
IndienIndien Leander Paes
7:65, 6:3
5. 29. August 2009 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten New Haven Hartplatz OsterreichÖsterreich Julian Knowle BrasilienBrasilien Bruno Soares
SimbabweSimbabwe Kevin Ullyett
6:4, 7:63
6. 11. Oktober 2009 JapanJapan Tokio Hartplatz OsterreichÖsterreich Julian Knowle Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Ross Hutchins
AustralienAustralien Jordan Kerr
6:2, 5:7, [10:8]
7. 7. Februar 2010 KroatienKroatien Zagreb Hartplatz (i) DeutschlandDeutschland Philipp Petzschner FrankreichFrankreich Arnaud Clément
BelgienBelgien Olivier Rochus
3:6, 6:3, [10:8]
8. 3. Juli 2010 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Wimbledon Rasen DeutschlandDeutschland Philipp Petzschner SchwedenSchweden Robert Lindstedt
RumänienRumänien Horia Tecău
6:1, 7:5, 7:5
9. 17. Oktober 2010 China VolksrepublikChina Shanghai Hartplatz IndienIndien Leander Paes PolenPolen Mariusz Fyrstenberg
PolenPolen Marcin Matkowski
7:5, 4:6, [10:5]
10. 13. Februar 2011 NiederlandeNiederlande Rotterdam Hartplatz (i) DeutschlandDeutschland Philipp Petzschner FrankreichFrankreich Michaël Llodra
SerbienSerbien Nenad Zimonjić
6:4, 3:6, [10:5]
11. 16. Juli 2011 DeutschlandDeutschland Stuttgart Sand DeutschlandDeutschland Philipp Petzschner SpanienSpanien Marcel Granollers
SpanienSpanien Marc López
6:3, 6:4
12. 10. September 2011 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Open Hartplatz DeutschlandDeutschland Philipp Petzschner PolenPolen Mariusz Fyrstenberg
PolenPolen Marcin Matkowski
6:2, 6:2

Mixed

Titel
Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Endergebnis
1. 3. Juli 2011 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Wimbledon Rasen TschechienTschechien Iveta Benešová RusslandRussland Jelena Wesnina
IndienIndien Mahesh Bhupathi
6:3, 6:2

Statistik

Einzel
Turnier1 2012 2011 2010 2009 2008 2007 2006 2005 2004 2003 2002 2001 2000 1999 1998 Gesamt
Australian Open 1R AF 1R 3R 2R 2R 1R 3R 3R 1R 2Q - - - - AF
French Open 1R 2R HF 3R 3R 2R 1R 3R 2R 1R - - - - - HF
Wimbledon 2R 3R AF 3R 3R - 1R 3R 1R 2R 1R 1Q 1R - - AF
US Open 2R AF 2R 3R 2R 1R 1R 3R 2R 2R - - - - AF
ATP World Tour Finals2 - - - - - - - - - - - - - - -
Indian Wells Masters3 2R 3R AF 3R 2R 2R 1R 3R 1R 1Q - - - - - AF
Miami Masters3 3R 2R 3R 2R 2R 2R 1R 1R 3R 1Q - - - - - 3R
Monte Carlo Masters 2R HF 2R 1R - 1R - 1R - - 1Q - - - - HF
Rom Masters 1R 2R 1R AF - 1R - 1R - 1Q - - - - - AF
Madrid Masters4 2R 2R VF 2R - 1R - 2R - - - - - - - VF
Hamburg Masters5 nicht ausgetragen 1Q AF 1R 1R VF - - - - - - VF
Canada Masters - 1R 1R - 1R - 1R VF - - - - - - VF
Cincinnati Masters 1R 2R 2R - AF - 1R 1R - - - - - - AF
Shanghai Masters 2R VF AF nicht ausgetragen VF
Paris Masters - VF - - 1R - - AF - - - - - - VF
Olympische Spiele 1R nicht ausgetragen VF nicht ausgetragen 1R nicht ausgetragen - n.a. VF
Turnierteilnahmen6 12 23 24 27 25 24 26 25 23 18 9 1 3 1 0 252
Erreichte Finals 1 0 2 1 1 1 3 1 0 1 0 0 0 0 0 11
Gewonnene Einzel-Titel 1 0 1 1 0 0 1 0 0 0 0 0 0 0 0 4
Hartplatz-Siege/-Niederlagen 10:6 11:14 30:11 19:17 17:15 14:13 9:11 12:14 12:14 3:7 3:2 1:1 0:0 1:1 0:0 142:130
Sand-Siege/-Niederlagen 2:6 9:8 17:8 13:10 8:7 7:8 20:10 10:8 9:8 5:9 7:5 0:0 0:2 0:0 0:0 107:89
Rasen-Siege/-Niederlagen 1:1 2:1 4:2 4:2 5:4 0:1 4:4 3:3 2:3 5:3 0:2 0:0 0:1 0:0 0:0 30:27
Teppich-Siege/-Niederlagen7 0:0 0:0 0:0 0:0 0:0 2:3 0:1 1:1 4:2 1:1 0:2 0:0 0:2 0:0 0:0 8:12
Gesamt-Siege/-Niederlagen8 13:13 22:23 51:25 36:29 30:26 23:25 33:26 26:26 27:27 14:20 10:11 1:1 0:5 1:1 0:0 287:258
Weltranglistenpunkte9 1147 1170 2785 1260 939 590 865 690 920 453 441 224 76 53 7 N/A
Jahresendposition 35 33 11 28 34 60 41 52 39 79 91 168 358 492 973 N/A
Doppel
Turnier1 2012 2011 2010 2009 2008 2007 2006 2005 2004 2003 2002 2001 2000 1999 1998 Gesamt
Australian Open AF VF 3R 1R 2R 3R 3R HF 2R - - - - - - 0
French Open AF - 1R 2R 2R - 3R VF 1R - - - - - - 0
Wimbledon HF VF S 1R 2R - 1R 3R - 1R - - - - - 1
US Open S 1R 3R 2R 1R 2R 2R 2R 2R - - - - - 1
ATP World Tour Finals2 RR RR - - - - - - - - - - - - 0
Indian Wells Masters - AF 1R 1R - HF VF 1R - - - - - - - 0
Miami Masters 1R HF 1R HF 1R 2R - - - - - - - - - 0
Monte Carlo Masters VF AF 2R - - - - - - - - - - - - 0
Rom Masters AF - - 2R - 1R - 1R - - - - - - - 0
Madrid Masters4 AF - 1R 1R - - - - - - - - - - - 0
Hamburg Masters5 nicht ausgetragen - - 2R - - - - - - - - 0
Canada Masters - VF 2R - - - - - - - - - - - 0
Cincinnati Masters AF 2R 1R - 1R - - - - - - - - - 0
Shanghai Masters AF S HF nicht ausgetragen 1
Paris Masters - - - - 2R 1R - - - - - - - - 0
Olympische Spiele AF nicht ausgetragen - nicht ausgetragen - nicht ausgetragen - n.a. 0
Turnierteilnahmen6 9 18 24 27 2 0 0 0 0
Erreichte Finals 1 3 4 3 3 2 6 1 0 2 1 0 0 0 0 26
Gewonnene Einzel-Titel 0 3 3 2 1 0 2 1 0 0 0 0 0 0 0 12
Jahresendposition8 18 13 8 26 46 53 22 28 101 83 181 505 650 330 1127 N/A


Zeichenerklärung: S = Turniersieg; F, HF, VF, AF = Erreichen des Finals / Halbfinals / Viertelfinals / Achtelfinals; 1R, 2R, 3R = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Hauptrunde; 1Q, 2Q, 3Q = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Qualifikationsrunde

  • 1 Turnierresultat in Klammern bedeutet, dass der Spieler das Turnier noch nicht beendet hat und zeigt seinen aktuellen Turnierstatus an. Nach dem Turnierende für den Spieler wird die Einklammerung entfernt.
  • 2 vor 2009 Tennis Masters Cup.
  • 3 Das Turniere in Miami sowie seit 2004 das Turnier in Indian Wells haben eine Teilnehmerfeldgröße von 96 Spielern, alle anderen Masters-Turniere eines von 56 oder 64 Spielern und haben daher eine Runde weniger.
  • 4 Das Masters-Turnier von Madrid wurde vor 2002 in Stuttgart, Essen und Stockholm ausgetragen. Im Jahr 2009 erfolgte ein Spielbelagswechsel von Hartplatz zu Sand.
  • 5 Das Turnier von Hamburg ist seit 2009 nicht mehr Teil der Masters-Serie.
  • 6 Im Gegensatz zum ATP Ranking werden hier (sowie bei der Anzahl Finalteilnahmen und der gewonnenen Titel) nur Turniere der ATP World Tour sowie die vier Grand-Slam-Turniere und die ATP World Tour Finals gezählt, d.h. keine Challenger- oder Future-Turniere oder Mannschaftswettbewerbe (Davis Cup oder World Team Cup). Letztere zählen jedoch in die Sieg/Niederlagen-Statistiken.
  • 7 Seit der Saison 2009 werden keine ATP-Turniere mehr auf Teppich ausgetragen.
  • 8 Stand: 26. Juni 2012 (vor Wimbledon Championships 2012)
  • 9 Das Punktesystem der Weltrangliste wurde zur Saison 2009 umgestellt. Die Werte ab 2009 sind mit vorherigen Saisons etwa im Verhältnis 2:1 vergleichbar.


Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. Jürgen Melzer. atpworldtour, 7. Juni 2010, abgerufen am 7. Juni 2010.
  2. Melzer heiratet in Laxenburg
  3. Am Samstag geht's um den größten Erfolg meiner Karriere. tennisnet, 1. Juli 2010, abgerufen am 19. Januar 2010: „Eine Frage, die ich heute oft beantwortet habe: Wieviel bedeutet es, im Wimbledon-Doppel-Finale zu stehen?“
  4. Fischbacher und Melzer sind Österreichs Sportler des Jahres. Der Standard, 3. November 2010, abgerufen am 20. Januar 2010: „Österreichs bester Tennisspieler krönt seine erfolgreiche Saison - Skifahrerin Fischbacher siegt bei den Damen souverän.“
  5. Melzer besiegt Federer. Abgerufen am 15. April 2011.
  6. Ferrer Endstation für Jürgen Melzer. Abgerufen am 24. April 2011.
  7. Melzer/Petzschner stürmen zu US-Open-Titel
  8. ORF.at: ÖTV-Star lässt nichts anbrennen. Abgerufen am 12. Februar 2012.
  9. Davis Cup - Tie details - 2012 - Austria v Russia (englisch). Abgerufen am 30. Juli 2012.
  10. Melzer gibt verletzt auf. Jürgen Melzer, abgerufen am 21. September 2011.

Weblinks

 Commons: Jürgen Melzer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien