Jagdschloss Katzelsdorf

Das Jagdschloss Katzelsdorf (tschechisch Katzelsdorfský zámeček) war ein Schloss im Grenzgebiet von Tschechien zu Österreich. Der Name rührt von der Lage im gleichnamigen Wald, der bis zum Vertrag von Saint Germain nach dem Ersten Weltkrieg zur österreichischen Gemeinde Katzelsdorf im niederösterreichischen Weinviertel gehörte.

Das Schloss gehörte zum Ensemble der Liechtensteinbauten, die heute die Kulturlandschaft Lednice-Valtice ausmachen. Die Pläne stammten wie bei vielen anderen Gebäuden, die Johann II. von Liechtenstein erbauen ließ, von Joseph Kornhäusel, der es in den Jahren 1811-1817 auch erbaute. Beendet wurde es 1819 durch Franz Engel. Außer dem Schloss selbst war noch ein kleineres Forsthaus vorhanden. Vom Schloss führte durch den Katzelsdorfer Wald eine Allee nach Valtice.

In den Jahren 1905 bis 1907 wurde der klassizistische Bau von Karl Weinbrenner restauriert und mit Reliefs von Ludwig Stürmer, der vom Fürsten Liechtenstein auch bei anderen Projekten eingesetzt wurde, erweitert.

Abbruch

Wandrelief aus Schloss Katzelsdorf. Heute im Schloss Valtice.

Über die folgenden Jahre bis zum Abriss gibt es widersprüchliche Aussagen. Manche Aussagen sprechen von schweren Schäden im Zweiten Weltkrieg. Nach dem Krieg wurde das Schloss laut diesen Quellen nur mehr als Heustadel benutzt und im Jahr 1956 niedergebrannt. Anderen Aussagen nach wurde das durchaus gut erhaltene Schloss nur aus taktischen Gründen wegen des Baues des nur wenige Meter vorbeiführenden Eisernen Vorhanges abgeräumt.

Literatur

Weblinks

48.71641916.778843Koordinaten: 48° 42′ 59″ N, 16° 46′ 44″ O