Jakob Wohlschläger

Jakob Wohlschläger auch Wohlschlägel (* 23. Juli 1869 in Stockerau; † 14. November 1934 in Wien) war ein österreichischer Architekt und christlichsozialer Politiker.

Leben

Der uneheliche Sohn einer Taglöhnerin schloss 1890 die Staatsgewerbeschule Wien 1 (Werkmeisterschule) ab, arbeitete ab etwa 1895 als Bautechniker und ab 1899 als freier Architekt in Wien. Zwischen 1904 und 1929 war er als Bauunternehmer tätig und errichtete vor 1914 zahlreiche Zinshäuser. Ein kommerzieller Aufstieg und seine Ehrungen waren mit Wohlschlägers Engagegement an der Seite Karl Luegers verknüpft. Im Zusammenhang mit dem Anliegen Luegers, das Kleingewerbe vor dem (jüdischen) Großkapital zu schützen, gründete Wohlschläger die Firma „Wiener Warenmuster- und Kollektivkaufhaus Jakob Wohlschläger“, die den „Mariahilfer Zentralpalast“ (später Warenhaus Stafa) errichten ließ. Das markante Gebäude war für Ausstellungen und Verkaufszwecke des Kleingewerbes gedacht, um in der Konkurrenz gegen die aufkommenden Großkaufhäuser zu bestehen. Das Unternehmen war allerdings nicht erfolgreich und wurde bald insolvent.

Wohlschläger war zeitweilig Mitglied des Wiener Gemeinderats und wurde 1908 kaiserlicher Rat. Die Gemeinde Wien widmete ihm ein Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof.

Literatur

  • A. Lehne: Jugendstil in Wien. Wien 1989

Weblinks