Jakobskirche (Tamsweg)

St. Jakob, Tamsweg

Die Dekanatskirche hl. Jakob der Ältere ist eine römisch-katholische Dekanatskirche in der Stadtgemeinde Tamsweg im Lungau.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Urkundlich wurde 1231 eine Kirche genannt. Der Beginn als Pfarrkirche liegt vermutlich im 13. Jahrhundert. Ein Umbau der Kirche erfolgte um 1513, ein Umbau des Turmes 1716. 1738 wurde die Kirche mit Ausnahme des Turmes abgebrochen, mit Baumeister Fidelis Hainzl neu errichtet und 1741 geweiht. Die Kirche ist seit 1811 Dekanatssitz. Renoviert wurde sie 1836, 1871, von 1940 bis 1943, 1968 fand eine Außenrenovierung statt.

Architektur

Die heute barocke Wandpfeilerkirche mit einem älteren Westturm ist von einer Mauer umgeben. Das Langhaus mit Eckquaderung hat Rundbogenfenster mit Faschen und ist durch ein Gesims optisch in zwei Geschosse unterteilt. Über einem profilierten Band mit Hohlkehle beginnt das Satteldach. Der eingezogene Chor mit leicht eingezogener Rundapsis hat nördlich und südlich zweigeschossige Anbauten: die Sakristei und die Rupertuskapelle. Im Süden beim Sakristeieingang ist eine gemalte Sonnenuhr mit der Darstellung des Apostels Jakobus des Älteren aus 1741, 1968 renoviert vom Bildhauer Harry Mayer. Durch Rechteckportale mit Vorbauten betritt man unter der Westempore von Norden und von Süden den Kirchenraum.

Das einschiffige, dreijochige Langhaus hat tiefe Wandpfeiler mit Pilastervorlagen und Gesims. Es hat ein Tonnengewölbe mit Gurtbögen und Stichkappen. Die Stukkaturen mit Riemen- und Gitterwerkornament schuf 1741 Johann Kajetan d`Androy. In den Stichkappen sind Stuckrahmen mit barocken Bildern der Evangelisten, im ersten. Joch David und Cäcilia. Die zweigeschossige, dreiachsige Empore mit seitlichen Stiegen ist kreuzgratgewölbt und zum Schiff mit einem Rundbogen geöffnet. Das zweite Emporengeschoss wurde 1793 errichtet. Der rundbogige Chorbogen mit Hohlkehle, Stuckatur und Kartusche zeigt Baudaten. Der zweijochige Chor mit einer Stichkappentonne und Gurtbogen ist um zwei Stufen erhöht und hat reiche Stukkaturen und Vierpassfelder mit Putten von 1741. Links ist der Zugang zur Rupertuskapelle, rechts der Zugang zur Sakristei.

Ausstattung

Die fünf Altäre der Kirche schuf der Tischler Andrä Pirchner, die Skulpturen Johann Pult und Gregor Lederwasch IV. Die Orgel aus 1744 bekam 1892 ein neues Werk von Albert Mauracher.

Literatur

47.12721613.809631Koordinaten: 47° 7′ 38″ N, 13° 48′ 35″ O