Jakominiplatz

Jakominiplatz, der zentrale Verkehrsknoten

Der Jakominiplatz ist einer der größten Plätze in der steirischen Landeshauptstadt Graz und liegt im Süden des ersten Stadtbezirks Innere Stadt. Er bildet mit dem Europaplatz (Hauptbahnhof) im Westen die beiden zentralen Verkehrsknotenpunkte der Grazer Verkehrsbetriebe. Sämtliche Straßenbahnlinien, sowie 10 Buslinien haben hier ihren Halte- und Umsteigepunkt. Hinzu kommen noch zahlreiche Regionalbuslinien.

Inhaltsverzeichnis

Namensgeber

Benannt wurde der Platz nach Kaspar Andreas Ritter von Jacomini-Holzapfel-Waasen (1726-1805), welcher 20 Jahre als Postmeister von Cilli in der Untersteiermark (heutiges Celje in Slowenien) tätig war und Besitzer großer Grundstücke vor den Grazer Stadtmauern gewesen ist, auf denen der Platz und der südlich anschließende Stadtbezirk Jakomini liegt.

Geschichte

Die Grazer Pferdebahn um 1898
Jakominiplatz um 1911

Im Jahre 1878 wurde vom Hauptbahnhof zum Jakominiplatz (im Volksmund auch kurz Jako oder Jackie) die erste Pferdebahn von Graz geführt. Nachdem 1880 die Linien zur Fröhlichgasse und 1895 zum Schillerplatz eröffnet wurden, entwickelte sich der Platz zum wichtigsten Knotenpunkt im städtischen Nahverkehr der Stadt.

1964 wurde ein städtebaulicher Wettbewerb für den Jakominiplatz veranstaltet, welcher Lösungen für die Umsetzung eines Generalverkehrsplanes, welcher nach 1945 in Graz ausgearbeitet worden war, liefern sollte. Zahlreiche ausgezeichnete Hochhaus-Vorschläge und die Unterflurlegung der Strassenbahn waren zur Neugestaltung des Platzes geplant.[1]

In der Zeit 1995 bis 1996 wurde der Platz vollständig neu- und umgestaltet und erhielt seine heutige Ansicht und Nutzung als Fußgängerzone, welchen nur öffentliche Verkehrsmittel befahren dürfen.

Seit September 2005 wird der Jakominiplatz aus Sicherheitsgründen durch die österreichische Polizei per Video überwacht.[2]

Lage und Verkehrsnetz

Straßenbahn fährt, vom Süden aus der Jakominigasse kommend, am Jakominiplatz ein

Er wird von der Herrengasse mit dem Grazer Hauptplatz verbunden. Er ist auch mit dem Joanneumring und der Radetzkystraße im Westen, der Jakoministraße im Süden und -dem Opernring im Osten verbunden.

Nach dem Grazer Hauptbahnhof ist der Jakominiplatz der zweitgrößte Platz mit Umsteigemöglichkeiten. Die Linien sind:

1, 3, 4, 5, 6 und 7 sowie am Abend und Wochenende die Linien 13 (Kombination der Linien 4 und 3) und 26 (verkürzte Linie 6)
sowie 30, 31, 32, 33, 34, 34E, 35, 39, 40 und 67E und vieler Regionalbusse

Umgeben ist der Jakominiplatz von einer Geschäftszeile, in der Banken, Geschäfte und gastronomische Einrichtungen zentral angesiedelt sind. In Nähe befinden sich auch die Grazer Oper und das Dorotheum.

Weblinks

 Commons: Jakominiplatz, Graz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Hansjörg Luser: Leitbilder der Stadtentwicklung in Graz. In: Ohne Erinnerung. Dokumente zur Architektur N°4/95, HDA Graz 1995, S 59 ff.
  2. Mehr Überwachung für Grazer Jakominiplatz. orf.at

47.06744815.442552Koordinaten: 47° 4′ 3″ N, 15° 26′ 33″ O