Jenö Eisenberger

Jenö Eisenberger (* 16. November 1922 in Sátoraljaújhely, Ungarn) ist Kaufmann und Besitzer einer der bedeutendsten österreichischen Kunstsammlungen.

Biografie

Als eines von zehn Kindern eines Weinhändlers geboren. Mit drei Jahren (1928) Besuch des Cheder, ab 1931 die jüdische Volksschule und danach bis 1937 eine Talmud-Schule. Er arbeitete in einer Wäschefabrik und anschließend als selbständiger Hemdenschneider. 1943 beschaffte er sich „arische“ Papiere. Als 1944 die deutsche Wehrmacht Ungarn besetzte, wurde er Mitglied einer Jugendorganisation der faschistischen Pfeilkreuzler, gleichzeitig arbeitete er für eine illegale jüdische Hilfsorganisation. Im Oktober desselben Jahres flüchtete er Richtung Osten der Roten Armee entgegen. Nur vier der neun Geschwister haben wie er die Shoa überlebt.

Nach der Befreiung begann er in Budapest einen Kleiderhandel, später stellte er Herrenwäsche und Perlmuttknöpfe her. 1947 nahm er am israelischen Unabhängigkeitskrieg teil, zu dieser Zeit wurde Ungarn kommunistisch und sein Betrieb verstaatlicht. Mit der Abfindung begann er 1949 am Wiener Naschmarkt mit einem Stand. Im Jahr 1961 eröffnete er die erste Selbstbedienungskette Österreichs, LÖWA.

1972 verkaufte er diese an die deutsche Tengelmann-Gruppe, die daraus zwischen 1976 und 1998 Zielpunkt-Supermärkte machte. 1972 gründete er mit Julius Meinl die Supermarktkette PAM PAM. 1974 stieg Eisenberger als Teilhaber aus und eröffnete in Wien-Alt-Erlaa seinen "Eisenberger"-Markt, aus dem später ein Praktiker Baumarkt wurde.

1964 heiratete er Vera (geb. Grünsfeld), eine Pädagogin, die Kunstgeschichte studiert hatte und ihn ermutigte, in den 1980er Jahren eine Sammlung zu beginnen.

Sammlung

"Wir sammeln Österreich." ist die Maxime, nach der das Ehepaar Eisenberger seine Kunstsammlung zusammengestellt hat. Die Sammlung gliedert sich in mehrere Bereiche:

Die "Sammlung Eisenberger" ist eine der bedeutendsten privaten Kunstsammlungen Österreichs.