Jesuitenkirche (Hall in Tirol)

Die Jesuitenkirche

Die römisch-katholische Jesuitenkirche, heute auch Allerheiligenkirche genannt, in Hall in Tirol liegt am Stiftsplatz und wurde 1571 von Erzherzogin Magdalena zur geistlichen Betreuung des benachbarten Damenstifts gegründet. 1608 wurde die Kirche nach dem Vorbild der Jesuitenkirche in Konstanz erbaut und 1610 geweiht, der Stuck stammt aus dem Jahre 1653. Neben der benachbarten Kirche des Damenstifts ist sie die einzige Kirche der Spätrenaissance in Tirol. Im späten 17. Jahrhundert wurde sie im Stil des Barock umgebaut.

Die Kirche wurde im Zuge der Entwicklung der mittelalterlichen Altstadt restauriert. Heute finden dort häufig Konzerte statt, in den Nebengebäuden ist das Bezirksgericht untergebracht.

Die Jesuitenkirche ist Heimatkirche der Partisaner Garde, die bis auf die Auseinandersetzungen der Reformationszeit im 16. Jahrhundert zurückgeht. Aufgabe der mit Hellebarden bewaffneten Garde war der Schutz des Allerheiligsten bei Prozessionen. Bis heute tritt die exklusive Garde in traditioneller spanischer Tracht und Bewaffnung auf.

Weblinks

47.28111111111111.509444444444Koordinaten: 47° 16′ 52″ N, 11° 30′ 34″ O