Johann Christoph von Brandeis

Johann Christoph von Brandeis († 1759 in Liegnitz, Schlesien[1]) war ein königlich preußischer Generalleutnant und Chef des Füselier-Regiments Nr. 38. Er entstammt einer bürgerlichen Familie aus Hannover und wurde erst in den Adelsstand erhoben.

Leben

Im Jahr 1702 kam er zum Regiment Nr. 17 (Grumkow). Dort wurde er am 16. Juli 1717 zum Seconde-Lieutenant ernannt. Er stieg weiter auf und wurde im September 1743 als Major im Infanterie-Regiment Nr. 17 (de la Motte) sogar Oberst. Im zweiten schlesischen Krieg erhielt er ein Grenadierbataillon, welches aus jeweils zwei Grenadierkompanien der Regimenter Nr. 28 (Hautechamony) und Nr. 38 (Jung-Dohna) bestand. Mit ihnen deckte er den preußischen Rückzug aus Prag. Am 1. Dezember 1745 besetzte er den kleinen Ort Gruben, nahm einige Ulanen gefangen und eroberte die Magazine. Im September 1747 erhielt er bei einer Inspektion durch den König den Pour le Merite und im November 1748 wurde er zum Generalmajor ernannt. Daraufhin erhielt er im August 1749 das Regiment Nr. 38 (Dohna). Im Mai 1757 erhielt er die Ernennung zum Generalleutnant. Im Dezember des Jahres 1758 bekam er auf eigenen Antrag seinen Abschied. Er starb 1759 in Liegnitz.

Während des Spanischen Erbfolgekriegs kämpfte er in den Schlachten von Ramilles, Oudenarde, Wijnendale, Hunslott und beim Sturm auf Bouchain, desgleichen bei den Belagerungen von Menin, Mons, St. Venant und während des Pommernfeldzuges bei der Belagerung von Stralsund dabei.

Literatur

  •  Anton Balthasar König: Johann Christian von Brandeis. In: Biographisches Lexikon aller Helden und Militairpersonen. Band I, Arnold Wever, Berlin 1788, S. 438 (Johann Christian von Brandeis in der Google Buchsuche).

Einzelnachweise

  1. Leopold von Zedlitz-Neukirch, Neues preußisches Adelslexicon, S. 296, Digitalisat