Johann Ernst von Kunheim

Johann Ernst von Kunheim (* 30. Januar 1730 in Königsberg in Preußen; † 19. Januar 1818 Ebenda) war ein königlich-preußischer Generalleutnant und der letzte Chef des Infanterie-Regiments Nr.1.

Er war schon in seinem zwölften Lebensjahr an militärischen Einsätzen beteiligt, außerdem Augenzeuge der meisten Schlachten des Siebenjährigen Krieges. Dabei zog er die Aufmerksamkeit Friedrich des Großen auf sich. Von Kunheim kämpfte auch im Bayrischen Erbfolgekrieg. 1788 wurde er Oberst. 1789 erhielt er den Orden pour le mérite, 1790 wurde er Kommandeur des Infanterie-Regiments Nr. 16. 1793 erhielt er das in Berlin garnisonierende Infanterie-Regiment Nr. 1. Er nahm als Generalmajor am Polnischen Feldzug teil. Am 1. Juni 1798 erfolgte seine Ernennung zum Generalleutnant und am 5. Juni 1798 seine Erhebung zum Grafen. Bei seinem 50-jährigen Dienstjubiläum im Jahre 1802 erhielt er vom König Friedrich Wilhelm III. den großen roten Adlerorden. Für den Krieg von 1806 wurde er ein nochmal aktiviert und erhielt das Kommando über das erste Reservekorps zwischen Dessau und Wittenberg. Er bekam dafür den schwarzen Adlerorden. Am 25. Oktober 1806 ging er aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand.

Familie

Er war seit dem 5. Oktober 1763 mit Freiin Christine Sophie von Loeben († 9. März 1767) verheiratet, sie war die Tochter des Landeshauptmanns der Niederlausitz. Sein zweite Frau war Charlotte Sophie von Kanitz (1748–1818) aus dem Haus Podangen.

Literatur

  • Gerhard Johann David von Scharnhorst, Tilman Stieve, Private und dienstliche Schriften, Volume 4, S. 140
  • Leopold Zedlitz-Neukirch, Neues preussisches Adels-Lexicon, Band III, S. 187f, Digitalisat

Weblinks