Johann Fercher von Steinwand

Johann Kleinfercher von Michael Ogertschnig (Illustrirte Rundschau, 1901)

Johann Fercher von Steinwand, eigentlich Johann Kleinfercher, (* 22. März 1828 in Steinwand, Gemeinde Stall im Mölltal, Kärnten; † 7. März 1902 in Wien) war ein österreichischer Dichter.

Sein Werk beginnt mit einer idealistisch-nationalistischen Phase und nimmt später universalistisch-idealistische und kulturkritische Züge an.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Johann Kleinfercher wurde in dem Weiler Untere Steinwand als Sohn einer Magd in ärmlichen Verhältnissen geboren. Der Ortspfarrer, dem der intelligente Bub auffiel, sorgte für seine Einschulung im Gymnasium in Klagenfurt. 1845 wurde dort sein erstes Gedicht gedruckt.

1850 begann er ein Literaturstudium in Wien. Seit 1857 arbeitete er bei der Zeitschrift Die Lyra mit. Er gehörte auch dem Iduna-Kreis , der sich nach der nordischen Gottheit der Fruchtbarkeit, ebenso wie Auguste Hyrtl an. In dem literarischen Kreis war er Alterspräsident. Im Jahr 1862 kam Fercher nach Perchtoldsdorf, wo er in den Jahren bis 1879 ständig die Sommerzeit verbrachte.[1]

Werke

  • Dankmar, 1867
  • Gräfin Seelenbrand, 1874
  • Deutsche Klänge aus Österreich, Gedichtband, 1881
  • Johannesfeuer, 1898

Ehrungen

1904 benannte man die Ferchergasse in Wien-Hernals nach ihm. In seinem Geburtsort wurde ihm zu Ehren 1932 die Fercher von Steinwand Gedächtnisschule errichtet. Seit 1998 wurde darin mit EU-Fördermitteln ein Dichterzimmer eingerichtet. Auch in Klagenfurt wurde eine Straße nach ihm benannt.

Er erhielt ein Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 0, Reihe 1, Nummer 30).

1994 wurde der Fercher von Steinwand Verein zur Förderung von Sprachgestaltung und dramatischer Kunst mit Sitz in Weimar gegründet.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Auguste Hyrtl trifft Seelen-Verwandten in den NÖN, Ausgabe Mödling Woche 08/2011 Seite 44

Weblinks

 Wikisource: Johann Fercher von Steinwand – Quellen und Volltexte