Johann Friedrich von Balbi

Johann Friedrich von Balbi (* um 1700 in Kleve; † 19. Januar 1779 in Berlin) war Kommandeur des preußischen Ingenieurkorps und Träger des Pour le Mérite.

Er entstammt einer vornehmen genueser Familie. Sein Großonkel war Francesco Maria Balbi, der Doge von Genua.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Er trat 1715 in den preußischen Militärdienst. 1734 war er als Freiwilliger bei der Belagerung von Philippsburg und Kehl dabei. 1745 wird er Ingenieur-Major. Von 1746 bis 1748 war er bei der französischen Armee in den Niederlanden. 1749 erstellt er auf Basis einer Skizze von Peter von Montargues (1660-1733) eine Karte der Mark Brandenburg. 1757 wurde er Oberst und bekommt den Pour le Mérite verliehen. Insgesamt nahm er an 9 Schlachten und 23 Belagerungen teil. Die Belagerungen von Breslau, Schweidnitz und Olmütz leitete er selber. Nach der fehlgeschlagenen Belagerung von Olmütz im Frühsommer des Jahres 1758 fiel er beim König in Ungnade, der holte ihn aber schon bald wieder nach Potsdam.

Seine Rechtschaffenheit und sein Witz machten ihn zu einem beliebten Begleiter von Friedrich II.. So begleitete nur er und ein Page den König, als dieser im Juni 1752 inkognito nach Holland reiste.

Literarisches

Auf Veranlassung des Königs veröffentlichte er 1753 ein Buch über ein Schulmanöver bei Spandau. Es war aber nur zur Desinformation gedacht. Nach dem siebenjährigen Krieg verfasste er seine Lebensgeschichte. Sie wurde von einigen engen Freunden und dem König gelesen und für gut befunden. Das Manuskript ist nie veröffentlicht worden und nach seinem Tod verschwunden.

Familie

Johann Friedrich von Balbi war verheiratet und hatte Kinder.

Literatur