Johann Karall

Johann Karall (* 28. Februar 1934 in Großwarasdorf; † 15. Dezember 2008) war ein österreichischer Politiker (ÖVP) und Landesbeamter. Karall war Abgeordneter zum Burgenländischen Landtag, von 1982 bis 1987 Landesrat in der Burgenländischen Landesregierung sowie Nationalteamtrainer der Österreichische Basketballnationalmannschaft.

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Ausbildung und Beruf

Karall besuchte die Volksschule in Großwarasdorf und absolvierte danach die Bundesrealschule Wien I, an der er 1952 die Matura ablegte. Danach studierte er an der Kulturtechnischen Fakultät der Hochschule für Bodenkultur Wien und schloss sein Studium 1958 mit dem akademischen Grad Dipl. Ing. ab. In der Folge war er von 1957 bis 1958 als Assistent der Hochschule für Bodenkultur. Daneben war Karall als Leistungssportler aktiv, wurde zwischen 1952 und 1960 mehrfacher Staatsmeister im Basketball und trainierte zudem das österreichische Herrennationalteam. Mit dem Union Basketballclub Eisenstadt gelang ihm 1962 der Aufstieg in die 1. Bundesliga, womit der Verein der erste ballspielende Verein des Burgenlandes in einer höchsten Spielklasse war. Mit 31. Dezember 1958 trat er schließlich in den Dienst der Burgenländischen Landesregierung, wo er als Beamter in der Güterwegebauabteilung beschäftigt war. 1965 stieg er zum Vorstand der Abteilung auf. Karall wurde 1967 zum Landesagrarbaurat, 1972 zum Agrar-Oberbaurat und 1977 zum wirklichen Hofrat ernannt. 1999 ging Karall als Vorstand der Güterwegabteilung in Pension.

Von 1990 bis 2005 war Karall Präsident des Burgenländischen Basketballverbandes. In seiner Zeit gelang der nationale Aufschwung der burgenländischen Vereine. Nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand des BBV war er als Ehrenpräsident weiterhin tätig.

Politik

Karall vertrat die ÖVP zwischen dem 14. Mai 1968 und dem 4. Juli 1982 im Burgenländischen Landtag, wobei er von 1978 bis 1982 auch als ÖVP-Klubobmann fungierte. Er war danach vom 5. Juli 1982 bis zum 30. Oktober 1987 Landesrat in der Burgenländischen Landesregierung, wobei er unter anderem für Kindergärten, das Pflicht- und Berufschulwesen, Verkehrsfragen sowie Natur- und Landschaftsschutz zuständig war. Nach seinem Ausscheiden aus der Landesregierung gehörte er vom 30. Oktober 1987 bis zum 18. Juli 1991 erneut dem Landtag an. Innerparteilich war Karall von 1971 bis 1974 zudem Landesparteiorganisations-Referent und hatte von 1974 bis 1990 das Amt des Bezirksparteiobmanns im Bezirk Eisenstadt-Umgebung inne. Zudem war er von 1972 bis 1981 Obmann der Landespersonalvertretung und zwischen 1974 und 1989 Vorsitzender der Gewerkschaft öffentlicher Dienst, Sektion Verwaltung.

Privates

Karall wurde als Sohn des Landwirts Johann Karall aus Großwarasdorf geboren und wuchs mit burgenlandkroatischer Sprache auf. Er war verheiratet und lebte in Eisenstadt.

Literatur

  • Johann Kriegler: Politisches Handbuch des Burgenlandes. II. Teil (1945–1995). Eisenstadt 1996 (Burgenländische Forschungen; 76), ISBN 3-901517-07-3.

Weblinks