Johann Knobloch (Sprachwissenschaftler)

Johann Knobloch (* 5. Jänner 1919 in Wien; † 2010 in Bonn) war ein österreichischer Sprachwissenschaftler. Er war Professor für Allgemeine und Vergleichende Sprachwissenschaft an verschiedenen Universitäten.

Seine Kindheit verbrachte er in Znaim. Knobloch studierte an der Universität Wien. Am 1. Dezember 1939 wurde er zur Wehrmacht eingezogen und nahm am Frankreichfeldzug teil.[1] Er wurde verwundet und verlor ein Bein. Im Jahr 1944 promovierte er mit einer Arbeit über die Sprache der burgenländischen Roma.[2] Im Jahr 1951 habilitierte sich Knobloch mit der Arbeit „Zur Vorgeschichte des indogermanischen Verbums“. Nach vier Jahren als Assistent erreichte ihn ein Ruf an die Universität Greifswald, den er annahm. Schon drei Semester später aber kam der Rückruf als Extraordinarius nach Innsbruck. Im Dezember 1961 wurde er zum ordentlichen Professor in Innsbruck ernannt. Im April 1963 folgte er einem Ruf an die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Dort hatte er von 1967 bis 1984 den Lehrstuhl für Allgemeine und Vergleichende Sprachwissenschaft inne.

Knobloch ist Ehrenmitglied des Vereins Muttersprache für dessen Wiener Sprachblätter er mehr als 100 Beiträge verfasste.[3] Er war verheiratet und blieb kinderlos.

Werke

  • Zur Vorgeschichte des indogermanischen Verbums, Habilitation, 1951
  • Sprachwissenschaftliches Wörterbuch, 1986

Einzelnachweise

  1. http://portal.suedmaehren.at/wiki/index.php/Johann_Knobloch
  2. http://www.albanien-dafg.de/prof_dr_johann_knobloch.html
  3. http://www.muttersprache.at/?p=1252