Johann Reif

Johann Reif (* 11. April 1887 in Wien; † 10. August 1949 in Kritzendorf) war ein österreichischer Politiker (SPÖ) und Hauptschuldirektor. Reif war von 1945 bis 1949 Abgeordneter zum Landtag von Niederösterreich.

Reif besuchte die Lehrerbildungsanstalt und trat 1906 in den Wiener Schuldienst ein. Er leistete seinen Militärdienst ab und geriet während des Ersten Weltkriegs in russische Kriegsgefangenschaft. Zuletzt war Reif beruflich als Hauptschuldirektor tätig, 1935 wurde er pensioniert. Im politischen Bereich engagierte sich Reif zwischen 1919 und 1934 als Gemeinderat in Kritzendorf, 1945 hatte er das Amt des Bürgermeisters inne. In dieser Funktion sowie als provisorischer Bäderverwalter kündigte er alle Pächter von Wohenendhäusern im Kritzendorfer Strombad, die durch Arisierung in deren Besitz gekommen waren (er nannte dies "Rück-Arisierung")[1].

Er vertrat die SPÖ vom 12. Dezember 1945 bis zu seinem Tod im Niederösterreichischen Landtag.

Literatur

  • NÖ Landtagsdirektion (Hrsg.): Biographisches Handbuch des NÖ Landtages und der NÖ Landesregierung 1921-2000. St. Pölten 2000

Einzelnachweise

  1. Lisa Fischer, Die Riviera an der Donau, Wien: Böhlau 2003, S. 121

Weblinks