Johann Schorn (Geigenbauer)

Johann Schorn (auch Johannes Schorn; * 1658; † 1718) war Geigenbauer in Salzburg.

Johann Schorn arbeitete zuerst wahrscheinlich von Innsbruck aus als Geigenmacher für Erzbischof Max Gandolph von Kuenburg (1668–1687). 1713 wurde er auf Empfehlung des damaligen Hofkapellmeisters Matthias Sigismund Biechteler (1668(?)–1743) als „Hoff Lauten-und Geigenmacher“ an den Salzburger Hof verpflichtet. Es heißt, dass er zusammen mit dem Salzburger Hofkapellmeister Heinrich Ignaz Franz Biber die Viola d'amore weiterentwickelt habe.

Seine beiden Söhne Johann Paul Schorn und Johann Joseph Schorn arbeiteten mit ihrem Vater in der Werkstatt mit. Ihre auch heute noch qualitätsvollen Instrumente stehen denen der beiden Tiroler Geigenbauer Jakob Stainer und Matthias Alban nahe. Johann Joseph Schorn war spätestens ab 1714 Cellist in der Salzburger Hofmusik.

Literatur

  • Ernst Hintermaier: Die Salzburger Hofkapelle von 1700 bis 1806. Organisation und Personal. Dissertation. Salzburg 1972.