Johann Wurth

Johann Wurth (* 9. Juli 1828 in Trumau; † 8. Juli 1870 in Münchendorf) war ein österreichischer Lehrer, Dichter und Sammler von Sagen und Märchen.

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Leben

Er stammte aus ärmlichen Verhältnissen, sein Vater war Weber aus dem Waldviertel. Nach Besuch der Volksschule arbeitete er drei Jahre in der Trumauer Spinnfabrik um dann auf Raten des örtlichen Pfarrers P. Friedrich Lewandersky mit 18 die Ausbildung zum Lehrer im pädagogischen Institute zu St. Anna (heute St. Annahof) in Wien zu beginnen. Von 1847 bis April 1851 war er Schulgehilfe in Münchendorf, dann kurz in Gaaden um dann als Unterlehrer in Heiligenkreuz zu arbeiten. Im April 1857 wurde er Volksschullehrer in Münchendorf, im Juli heiratete er Karoline Weißenberger. Durch seinen Beruf kam er mit Schulrat Moritz A. von Becker in Kontakt, der u.a. Lehrer von Kronprinz Rudolf war. Wurth korrespondierte mit Hugo Mareta, Theodor Vernaleken, Dr. Firmenich, Dr. Frommann, Prof. Weinhold, Ignaz Zingerle, Franz Pfeiffer und besaß eine Bibliothek mit über 2000 Büchern. Im Streit um die Schulreform stand er auf Seiten der Kirche und galt daher als rückschrittlich.

Werke

  • über 700 Gedichte
  • Artikel in Zeitschriften wie Oesterreichischen Schulboten, das Oesterreichischen pädagogischen Wochenblattes und der Allgemeinen österreichischen Schulzeitung
  • Sammlung von Liedern, Sagen und Bräuchen, Volksüberlieferungen und Dialektausdrücken

Literatur

Weblinks