Johann von Wedell

Johann von Wedel (* Mai 1679 in Steinbusch; † Juli 1742 in Kuttenberg) war ein preußischer Offizier, zuletzt Generalmajor sowie Chef des Infanterieregiments Nr. 5.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Johann war der Sohn des Amtskommissars Rüdiger Christian von Wedel (* 1645; † 1715)[1] [2] und dessen Ehefrau Benigna Louise.

Wedel trat 1696 in kurbrandenburger Dienste und kam zum Infanterieregiment „von Brandenburg“ Nr. 7. Dort wurde er 1701 Sekondeleutnant und bereits im Oktober 1706 Hauptmann. Am 27. November 1717 wurde er als Major zum Regiment „von der Mosel“ Nr. 28 versetzt und dort im März 1721 zum Oberstleutnant befördert. 1730 wurde er Oberst und erhielt 1739 das Regiment „von der Goltz“ Nr. 5 in Magdeburg. 1741 erhielt er seine Ernennung zum Generalmajor.

In der Schlacht bei Chotusitz am 17. Mai 1742 wurde er am Kopf und an der rechten Lende schwer verletzt. Er kam nach Kuttenberg, wo er aufgrund seiner Verletzungen starb.

Er hat an zahlreichen Schlachten des Spanischen Erbfolgekriegs und des Pommernfeldzugs 1715/16 teilgenommen und wurde dabei insgesamt zehnmal verwundet.

Familie

Seine Frau war Christina Elisabeth, Tochter von Ewald Friedrich von Güntersberg aus dem Haus Kallies und Margaretha Ursula, geborene von Zitzewitz (* 26 August 1680; † 13. Januar 1758 ). Das Paar hatte folgende Kinder:

  • Christine Apollonia Johanna (* 1729; † 3 Januar 1790) ∞ 1745 Johann Rüdiger von der Goltz (* 1706; † 1765)
  • Ewald Friedrich (* 1720; † 23 Oktober 1784) ∞ 1751 Johanna Friederike von der Goltz (* 1732; † 8. April 1805)
  • Johanne Margarethe Elisabeth
∞ Ewald Friedrich von Kleist (* 1718; † 11. Juni 1759), Oberstleutnant
∞ von Modena (Kaiserlicher Fähnrich)

Literatur

  •  Anton Balthasar König: In: Biographisches Lexikon aller Helden und Militairpersonen. Band IV, Arnold Wever, Berlin 1791, S. 428 (Johann von Wedell in der Google Buchsuche).

Einzelnachweise

  1. Ludwig Wilhelm Brüggemann, Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogthums Vor- und Hinter-Pommern#, Band 2, S. 265, Digitalisat
  2. Das Neu-vermehrtes Historisch- und Geographisches Allgemeines Lexicon S. 1011, Digitalisat nennt den 12. Dezember 1704 als Todestag

Weblinks