Johanna Tschautscher

Johanna Tschautscher

Johanna Tschautscher (* 15. November 1968 in Wels, Oberösterreich) ist eine österreichische Regisseurin und Schriftstellerin.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Johanna Tschautscher studierte an der Universität Wien Philosophie und Theaterwissenschaften und von 1988 bis 1992 an der Graumannschule in Wien Schauspiel. 1992 schloss sie ihre Ausbildung ab und spielte in der freien Szene Wien mehrere Rollen. Sie war als Produktionsassistentin und Lichtassistentin Mitarbeiterin der Wiener Taschenoper, schrieb zahlreiche Theaterstücke und inszenierte 1993 ihr erstes Stück Hölle in der Krise in Wien. Zwischen 1993 und 1998 kamen ihre drei Kinder auf die Welt. Sie veröffentlichte in dieser Zeit in Literaturzeitschriften, verfasste ihren ersten Roman Der Garten in der Wüste und schrieb das Stück Die Mutter, die es nicht gab, das in Wien uraufgeführt wurde.

Ein Stoff im Umfeld der italienischen Mafia führte sie im Jahr 2000 mit Hilfe eines Stipendiums nach Palermo. Sie recherchierte für ihren Roman und das Drehbuch Die sieben Raben. Die Recherchen und ein Interview mit einem Oberstaatsanwalt der italienischen Anti-Mafia-Ermittlungsgruppe, Roberto Scarpinato, veranlasste sie, neben der fiktiven Auseinandersetzung mit dem Stoff auch dokumentarisch zu denken. Nach einem Dokumentarfilm-Seminar bei MEDIA (Filmförderung), Sources 2, in Finnland arbeitet sie seit 2000 auch als Regisseurin.

Als Zeichen der Anerkennung für ihr Engagement in Afrika und ihren Mut, trotz Widerständen ihren Weg zu gehen, verlieh ihr ihre Heimatstadt 2009 den "Frauenorden der Stadt Linz".

Publikationen

Hörspiele

  • 2011: Die sieben Raben, Regie: Harald Krewer, Produziert von ORF/DLR-Kultur, 43 min.[1]

Filme

  • 2003: Weihnachten im Schuhkarton, Reportage über die Arbeit der amerikanischen Hilfsorganisation Samarithans Purse in Serbien
  • 2004: Niemand vermischt mit dem Nichts (Nessuno immischiato con Niente), Dokumentarfilm, 50 min über organisierte Kriminalität in Sizilien
  • 2005: Geschenke der Hoffnung, Reportage, 25 min über die Arbeit einer Hilfsorganisation in Rumänien
  • 2005: Franco Accursio Gulino, Künstlerportrait, 52 min.
  • 2007: Wie viele Subjekte bist du?, Kurzfilm, 15 min.
  • 2007: Beni Altmüller, Künstlerportrait, 60 min
  • 2008: Fluchtziel Europa jenseits vom Traum (Europe beyond the dream), Dokumentarfilm, 48 min. Afrikanische Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa
  • 2009: Flucht aus Afrika, Doku, 56 min
  • 2009: Einzug der Spitalsbetten, Kurzfilm, 5 min.
  • 2010: Maria Rögner, Portrait einer Volksschullehrerin, 50 min.
  • 2010: Wie geht Friede, Dokumentation, 64 min
  • 2011: Alfred Haberpointner, Künstlerportrait, 49 min
  • 2011: Is eh ois do, Szenen zu erneuerbarer Energie in Österreich, Dokumentation, 73 min
  • 2012: Hans im Glück - Das Pferd dem überlassen, der es braucht, Doku, 83 min

Filmpreise

  • 2006: 2. Preis, Arts&Filmfestival, Prag, Kategorie: All areas of fine Art für Franco Accursio Gulino
  • 2007: 2. Preis, Festival der Nationen, Silberner Bär, Ebensee, für Wie viele Subjekte bist du?
  • 2008: 1. Preis, Arts&Filmfestival, Prag, Kategorie: All areas of fine Art für Beni Altmüller
  • 2011: Kinderschutzpreis Liberto für Filmprojekt HS10 Linz - Mehrwert durch Mehrsprachigkeit
  • 2012: Anerkennungspreis EUROSOLAR AUSTRIA, Kategorie Medien für Is eh ois do - Szenen zu Erneuerbarer Energie in Österreich

Auszeichnungen

  • 2009: Frauenorden der Stadt Linz

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Ö1: <http://oe1.orf.at/artikel/292045 Die sieben Raben