Johannes Hübner (Politiker)

Johannes Hübner (* 7. Oktober 1956 in Wien) ist ein österreichischer Politiker (FPÖ). Hübner ist seit 2008 Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat. Er ist verheiratet und Vater zweier Kinder.

Hübner absolvierte nach der Matura ein Studium der Rechtswissenschaften. Er trägt den akademischen Grad Mag. Dr. und arbeitet als Jurist in Wien.

Hübner hat seit 1988 verschiedene Funktionen in der FPÖ inne und ist Mitglied des Parteischiedsgerichts. Er agierte als Sprecher des Personenkomitees von Andreas Mölzer bei der Europawahl 2004, dem unter anderem auch Ewald Stadler, Otto Scrinzi, Johann Gudenus und Rudolf Nowotny angehörten.[1]

Bei der Nationalratswahl 2008 kandidierte Hübner auf Platz fünf der FPÖ-Landesliste Wien und war Spitzenkandidat im Regionalwahlkreis Wien Süd-West. Er erzielte ein Direktmandat in diesem Regionalwahlkreis und wurde am 28. Oktober 2008 als Abgeordneter angelobt. Im FPÖ-Parlamentsklub übernahm Hübner die Rolle des Bereichssprechers für Außenpolitik, Europa und Entwicklungszusammenarbeit.

Im Februar 2012 besuchte Hübner zusammen mit seinem Parteikollegen Johann Gudenus den, in Österreich wegen Anstiftung zum Mord gesuchten tschetschenischen Diktator Ramsan Kadyrow. Gudenus stimmte danach mit Kadyriw überein, dass die Tschetschenen in Österreich „fast ausschließlich Asylbetrüger und Wirtschaftsflüchtlinge“ seien die gefahrlos zurückkehren könnten. Der Besuch rief massive Kritik hervor, unter anderem von Amnesty International (AI) und den Grünen.[2]

Einzelnachweise

  1. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes Neues von ganz rechts - Mai 2004
  2. Ralf Leonardo: Persilschein von rechts. In: die tageszeitung. 10. Februar 2012, abgerufen am 13. Februar 2012 (deutsch).

Weblinks