Johannes Kunze (Theologe)

Johannes Kunze (* 31. August 1865; † 1927) war ein deutscher reformierter Theologe und Hochschullehrer.

Johannes Wilhelm Kunze studierte Theologie in Leipzig und Erlangen und wurde danach Vikar am Lehrerseminar in Annaberg. Von 1889 bis 1892 war er Oberlehrer am Wettiner Gymnasium in Dresden. 1894 wurde er in Leipzig habilitiert. Er war von 1903 bis 1905 Ordinarius in Wien und seit 1905 in Greifswald Professor für Theologie.

Kunze war ein Gegner der Kenosis und stand in kritischer Distanz zu Albrecht Ritschl. Er arbeitete mit an der Realenzyklopädie für protestantische Theologie und Kirche.

Schriften

  • Die Gotteslehre des Irenaeus. Leipzig 1891 (Inaugural-Diss.)
  • De Historiae Gnosticismi Fontibus Novae Quaestiones Criticae. Leipzig 1894 (Diss.)
  • Das nicänisch-konstantinopolitanische Symbol. Leipzig 1898
  • Glaubensregel, Heilige Schrift und Taufbekenntnis. Leipzig 1899
  • Die ewige Gottheit Jesu Christi. Leipzig 1904
  • Luthers Sermo Poenitentia 1518. Leipzig 1906
  • Die Übergabe der Evangelien beim Taufunterricht. Leipzig 1909
  • Das Christentum Luthers in seiner Stellung zum natürlichen leben. Leipzig 1918
  • Symbolik. Konfessions- und Sektenkunde. Leipzig 1922


Vorgänger Amt Nachfolger
Wilhelm Kähler Rektor der Universität Greifswald
1921
Hermann Schwarz