Johannes Rueff

Johannes Rueff (* 1520 Horb am Neckar; † 28. März 1599 in Klosterbruck in Mähren) war ein österreichischer Benediktiner und später Abt von Zwettl, dann Heiligenkreuz.

Leben

Johannes war Konventuale des Benediktinerstiftes Melk, wurde von Kaiser Rudolf II. am 15. August 1580 als Abt des Zisterzienserstiftes Zwettl eingesetzt und 1581 durch den Passauer Weihbischof Hector Wegmann infuliert. 1585 wurde er auf Wunsch des Wiener Bischofs Melchior Khlesl Abt von Heiligenkreuz.

Gegen den Abt wurde seit 1592 ein Prozess geführt; ihm wurde eine schlechte Wirtschaftsführung und der Zölibatsbruch vorgeworfen. Er wurde von der politischen Behörde in Haft genommen und war drei Jahre in Kerkerhaft, danach durfte er wieder seine Amtsgeschäfte führen. Während seiner Inhaftierung war Mathias Gülger, der Heiligenkreuzer Prior, für das Stift verantwortlich. Bei Rueffs Freilassung ging Gülger nach Rein.[1]

Rueff starb auf einer Reise nach Prag im Prämonstratenserstift Bruck in Mähren und wurde in Heiligenkreuz begraben.

Literatur

  • Beiträge zur Geschichte der Cistercienser-Stifte (Wien 1891), online.
  • Malachias Koll: Das Stift Heiligenkreuz in Österreich. (Wien 1834), S. 113–114, online.
  • Friedrich Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Oesterreich unter der Ens (Wien 1839) Bd. 3.
  • Florian Watzl: Die Cistercienser von Heiligenkreuz. Graz 1898, S. 54.

Einzelnachweise

  1. Peter Pöschek / Hans Bruno Schneider, Abt Mathias Gülger (1565 bis 1628) von Rein und die Generalvikare des Zisterzienserordens in Österreich, in: Analecta Cisterciensia 47 (1991), S. 143-329, hier S. 167-168; Ausführlich bei Hermann Riedl, Ulrich Hackel, Abt zu Zwettl. Ein Prälat der Gegenreformation (Innsbruck 1935), S. 49-55.


Vorgänger Amt Nachfolger
Ulrich Müller Abt des Stiftes Heiligenkreuz
1585-1599