Johanneskirche (Tultschnig)

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Die Johanneskirche in Tultschnig in der Gemeinde Krumpendorf ist Johannes dem Täufer geweiht. Sie ist eine Filiale der römisch-katholischenPfarre Klagenfurt-Wölfnitz. Die Kirche wurde 1217 und 1326 erstmals urkundlich erwähnt und stand unter dem Patronat von Maria Saal.

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Baubeschreibung

Das Gotteshaus ist ursprünglich eine romanische Chorturmkirche, der vermutlich im späten 16. Jahrhundert ein gotischer Chor mit einem Fünfachtelschluss, an der Nordseite eine Kapelle und im Süden die Sakristei angebaut wurde. Der fünfgeschoßige Turm mit rundbogigen Schallfenstern wird von einem barocken Zwiebelhelm mit einer Laterne bekrönt. Die Dächer der Kirche sind mit Steinplattln gedeckt. Die Rundbogenfenster wurden im Barock erneuert. Im Chorschluss befindet sich ein Blindfenster. Das monumentale. spätgotische Fresko an der Ostseite der Sakristei stellt den heiligen Christophorus dar. Das Westportal wird von einer offenen Vorhalle geschützt. Neben dem Portal sind die Grabplatte von Wolfgang von Seltenhaim und seiner Gattin von 1521 sowie eine stark abgetretene, wohl noch aus der Romanik stammende Grabplatte mit dem Wappen der Hallegger eingemauert. In der Kirche befindet sich an der Langhausnordwand ein Renaissanceepitaph mit einem Auferstehungsrelief, dem knienden Votivpaar des Konrad von Lichtenstein († 1594) und seiner Frau Anna, geborene Khienburg († 1589) sowie einem Doppelwappen.

Über dem Langhaus erhebt sich ein barockes Tonnengewölbe mit Stichkappen. Die hölzerne Orgelempore steht auf zwei schlanken Rundsäulen. Die Orgel baute 1852 Josef Grafenauer. Ein niedriger, rundbogiger Triumphbogen verbindet das Langhaus mit dem Turmquadrat, welches durch unregelmässige, runde Scheidbögen zum Chor und zur Nordkapelle hin geöffnet ist. Das Turmquadrat, der Chor und die Nordkapelle besitzen gratige Kreuzgewölbe.

Einrichtung

Die drei Altäre aus dem 18. Jahrhundert wurde 1813 mit einem Empiredekor versehen. Der 1763 entstandene Hochaltar trägt ein Altarblatt mit der Taufe Christi von 1785. Seitlich stehen die Figuren der Bauernheiligen Isidor und Notburga. Der linke Seitenaltar zeigt im volkstümlichen gemalten Mittelbild die Erscheinung des Gnadenbildes der Maria Genazzano vor drei Pilgern, das Oberbild den heiligen Antonius.

Der rechte Seitenaltar stellt im Hauptbild den heiligen Josef mit Kind und am Aufsatzbild den heiligen Ulrich dar. In der Nordkapelle steht ein Neorenaissance-Altar vom Anfang des 20. Jahrhunderts mit einem Herz-Jesu-Bild. An der Chornordwand hängt ein Bild der Steinigung des heiligen Stephanus mit der Bezeichnung „Joh. v. Schreibern pinx. 1813“. Zur weiteren Ausstattung der Kirche zählen eine barocke Konsolstatue des heiligen Stephanus, am Triumphbogen ein Kruzifix aus dem 19. Jahrhundert sowie ein Taufbecken mit der bekrönenden Figur Johannes des Täufers.

Literatur

  • Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 976 f.

Weblinks

 Commons: Johanneskirche (Tultschnig) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

46.65430555555614.241491666667Koordinaten: 46° 39′ 16″ N, 14° 14′ 29″ O