José Calasanz Rosenhammer

José (Josef) Calasanz Rosenhammer OFM (* 1. Januar 1900 in Mauerkirchen (Taufname: Josef); † 26. April 2003 in San Ignacio de Velasco) war ein oberösterreichischer Missionsbischof in Bolivien.

Bischof José Calasanz Rosenhammer OFM

Leben

Josef Rosenhammer wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Im Jahre 1911 kam er zur Schulausbildung an das Franziskanergymnasium nach Hall in Tirol. Vier Jahre später trat er in die Tiroler Franziskanerprovinz ein und wurde nach seinem Theologiestudium 1923 zum Priester geweiht. Ab dem Jahre 1925 arbeitete er als Erzieher in dem Schülerheim 'Leopoldinum' in Hall in Tirol, das er ab 1935 auch leitete.

Nach der Aufhebung des Internats durch die Nationalsozialisten im Jahre 1938 meldete sich P. Josef Calasanz Rosenhammer für die Mission in Bolivien und konnte gerade noch vor seiner Verhaftung ausreisen. In Bolivien war er zuerst als Seelsorger, Pfarrer, Klosteroberer und Provikar des Missionsgebietes tätig. 1949 wurde er zum Apostolischen Vikar von Chiquitos bestellt und zum Bischof geweiht; er wurde Titularbischof von Ampora. In seinem Amt errichtete er Missionsstationen, Pfarreien und Kleinkrankenhäuser. Ebenso setzte er sich für Rechte der Indios ein und baute den ersten Kurzwellensender Lateinamerikas 'Juan XXIII'. Auf Grund eines schweren Augenleidens erblindete er immer mehr und übergab 1974 die Leitung des Missionsgebietes an Bischof Bonifaz Madersbacher.

In seinem Ruhestand wirkte er noch als Spiritual bei Ordensschwestern und Beichtvater. Im Jahr 2000 erhielt er für seine Verdienste vom bolivianischen Präsidenten die höchste Auszeichnung des Landes. José Calasanz Rosenhammer starb im Alter von 103 Jahren in San Ignacio de Velasco als ältester Missionsbischof der Welt.

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