Josef Anton King

Josef Anton King (* 17. Februar 1922 in Hörbranz, Vorarlberg; † 4. April 1945 im KZ Mauthausen) war ein Widerstandskämpfer in der Zeit des Nationalsozialismus.

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Leben

Schon früh fällt der Bauernsohn durch seine überdurchschnittliche Intelligenz auf und besucht deshalb – in der Absicht Priester zu werden – das katholische Privatgymnasium Paulinum in Tirol und nach dessen Auflösung nach dem Einmarsch der hitlerdeutschen Truppen in Österreich das Gymnasium in Bregenz, das er mit ausgezeichnetem Erfolg abschließt.

King wird wegen seiner Kurzsichtigkeit bald nach Einberufung wieder aus dem Heeresdienst entlassen, aber aufgrund seiner Sprachkenntnisse von der Gestapo als Dolmetscher und Briefzensor rekrutiert. Diese Stellung nützt King, um Zwangsarbeiter zu unterstützen. Als regelmäßiger Hörer ausländischer Radiosender versorgt er sie mit Informationen; Übersetzungen und Aussagen verändert er zugunsten der Verhafteten. Bei Besuchen in den Ostarbeiterlagern kommt er mit der russischen Widerstandsgruppe in Kontakt und arbeitet für diese, indem er z.B. Flugblätter herstellt und verteilt.

Am 6. Juni 1944 wird er wegen „Konspiration mit den Kriegsgefangenen“ verhaftet und erst in Lindau, dann in Innsbruck inhaftiert. Im Januar 1945 wird er nach Mauthausen deportiert, wo er am 24. April angesichts der näher rückenden Front als „Geheimnisträger“ hingerichtet wird.

Würdigung

1982 wurde King posthum das Ehrenzeichen für Verdienste um die Befreiung Österreichs vom österreichischen Bundespräsidenten verliehen. Seit 1988 erinnert ein Gedenkstein in seiner Heimatgemeinde an ihn.

Literatur

  • Meinrad Pichler: „Quergänge. Vorarlberger Geschichte in Lebensläufen“, ISBN 978-3902612335. S. 238-251.

Weblinks