Josef Ehmer

Josef Ehmer (* 7. November 1948 in Gschwandt) ist ein österreichischer Historiker.

Josef Ehmer studierte von 1968 bis 1976 die Fächer Geschichte und Germanistik an der Universität Wien, wo er 1977 promovierte. Anschließend war er in den Jahren 1978 bis 1984 als Forschungsassistent an der Universität Wien tätig. Dort war er außerdem von 1987 bis 1989 als Universitäts-Assistent beschäftigt. 1989 erfolgte seine Habilitation mit der Arbeit Das Heiratsverhalten und die Traditionen des Kapitalismus. In den Jahren 1989 bis 1993 lehrte er als Dozent an der Universität Wien. Von 1993 bis 2005 war er Professor für Allgemeine Neuere Geschichte an der Universität Salzburg. Seit 2005 lehrt er als Professor Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Wien.

Seine Forschungsschwerpunkte sind die Sozialgeschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts im europäischen Vergleich, darunter insbesondere die Geschichte der Familie, der Arbeiter und Handwerker, der Migrationen, des Alters, sowie die Bevölkerungsgeschichte und Historische Demographie.

Schriften (Auswahl)

Monografien
  • Herausforderung Bevölkerung: zu Entwicklungen des modernen Denkens über die Bevölkerung vor, im und nach dem "Dritten Reich", Wiesbaden 2007, ISBN 3-531-15556-3.
  • Bevölkerungsgeschichte und historische Demographie 1800–2000, München 2004, ISBN 3-486-55732-7.
  • Sozialgeschichte des Alters, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-518-11541-3.
  • Heiratsverhalten, Sozialstruktur, ökonomischer Wandel. England und Mitteleuropa in der Formationsperiode des Kapitalismus, Göttingen 1991, ISBN 3-525-35755-9.
Herausgeberschaften
  • Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses: Bestandsaufnahmen und Zukunftsaussichten, Wien 2003, ISBN 3-7069-0186-2.
  • "Arbeit": Geschichte - Gegenwart - Zukunft, Leipzig 2002, ISBN 3-931982-28-9.
  • zusammen mit Peter Gutschner: Das Alter im Spiel der Generationen: historische und sozialwissenschaftliche Beiträge, Wien u.a. 2000, ISBN 3-205-99157-5.
  • Historische Familienforschung: Ergebnisse und Kontroversen, Frankfurt am Main u.a. 1997, ISBN 3-593-35753-4.

Weblinks