Josef Katzer

Josef Katzer war ein Kürschnermeister und k.u.k. Hoflieferant.

Biografie

Anzeige Josef Katzers in einer Fachzeitschrift (1902)
Ausstellungsobjekt von Josef Katzer an der Budapester Millenniumsausstellung 1896

Sein Unternehmen wurde 1876 gegründet. Der Sitz war an der Altgasse 44 im 6. Budapester Bezirk Terézváros im eigenen Haus.

Katzer wurde sehr erfolgreich in seinem Fachbereich. Zu seinen Produkten zählten Gala-Mantel für die ungarische Aristokratie. Der königliche Hof zählte ebenfalls zu seinen Kunden. Für seine Verdienste wurde er zum königlich-ungarischen Hoflieferanten, beziehungsweise k.u.k. Hoflieferanten ernannt. Er war Besitzer des goldenen Verdienstkreuzes und wurde zum Kommerzienrat, Handels- und Gewerbekammer-Rat ernannt.

Bei der Pariser Weltausstellung war er Mitglied der Gruppen-Kommission der XIII. und XIV. Sektion sowie Exekutiv-Mitglied der XIII. Sektion. Er erhielt die Silberne Medaille der Pariser Weltausstellung in der Bekleidungssektion.

Ein Kuriosum stellte Katzer bei der Budapester Millenniumsausstellung 1896 vor. Das Ausstellungsobjekt war ein „Alfölder Bauernhaus“ dessen äußere und innere Bekleidung aus edlem Pelzwerk zusammengestellt war. Diese originelle Arbeit fand in seiner Zeit in allen Fachkreisen lobende Anerkennung.[Anm. 1]

Anmerkungen

  1.  Paul Larisch, Josef Schmid (Hrsg.): 1. Jahrgang Auflage. Nr. 12, Verlag von Paul Larisch und Josef Schmid, Faubourg St. Martin., Paris Juni 1903, S. 72 (Ausstellungsobjekt der Milleniums-Ausstellung in Budapest 1896. Entworfen und ausgeführt von der Firme JOSEF KATZER, Budapest. – Diese originelle Arbeit, die seiner Zeit in allen Fachkreisen lobende Anerkennung gefunden hat, zeigt ein „Alfölder Bauernhaus“ dessen äussere und innere Bekleidung aus nur naturellem Pelzwerk zusammengestellt ist.
    Der steinartige Sockel aus naturellem Seehund ruht auf einem Unterbau mit Suslikfellen verkleidet. Grundmauern und Fensterverschläge sind aus Maulwurf. Die Hauptwände sind Posten aus Biesamwammen; auf den Pfosten sind Igel als Abschlüsse angebracht, die Fehschweifboas im Maul halten, Fenster und Thürvorsprünge aus Fehwammen. Die Giebelwände aus n. Seehund. Die vier Ecken des Hauses zieren vier verschiedene Fuchsfelle. Das Dach besteht aus austr. Opossumschwänzen die schindelartig übereinander liegen; der Schornstein aus Grebesfellen und auf demselben ein Storchennest.
    Auf dem entgegengesetzten Giebel breitet ein bosnischer Steinadler seine Flügel aus. Am Eingange des Hauses steht ein brauner Bär, auf einer Standarte die Ehrenzeichen der Firma haltend. Im Innern des Hauses waren die eigentlichen Kürschnerarbeiten der Firma ausgestellt.).

Weblinks

 Commons: Josef Katzer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien