Josef Partsch

Dieser Artikel behandelt den altösterreichischen Krippenschnitzer. Für den Geographen siehe Joseph Partsch.

Josef Partsch (* 19. Dezember 1813 in Engelsberg; † 26. September 1886 ebenda) war ein altösterreichischer Krippenschnitzer.

Leben

Sein Vater war Josef Partsch, seine Mutter eine geborene Ludwig aus Altwasser. Er war das jüngste von vier Kindern. Als Kind half er beim Vieh hüten mit und vertrieb sich die Zeit mit dem Schnitzen von Holzfiguren. Da er Talent bewies schenkte ihm sein Vater ein Federmesser, damit er feine Schitzarbeiten besser ausführen konnte. Ein befreundeter Tischler versorgte ihn mit zum Schnitzen besonders geeignetem Lindenholz, und so konnte er als Jugendlicher Figuren von großer Ausdruckskraft schnitzen. Die Familie war sehr arm, und so war es nicht möglich Josef beim Bildhauer Bernhard Kutzer in Obergrund eine Lehre zu ermöglichen. Als Partsch 16 Jahre alt war starb sein Vater.

Seine Figuren wurden oft nach Vorlagen, die er gekonnt nachschnitzte, bei bestellt. Eine weitere Einnahmequelle waren die Verzierungen von Möbeln, die er für die Tischler der Umgebung schnitzte, und die Beschriftungen für Grabkreuze.

1837 schrieb Josef Partsch ein Liederbuch mit 76 Weihnachtsliedern und Gedichten. 1837 und 1838 zeichnete er für das Engelsberger Weichnachtsspiel verantwortlich, das er stilvoll gestaltete, und welches bei der Bevölkerung sehr gut ankam. Er übernahm auch gerne selbst die Hauptrolle in dem Stück.

1856 ging Partsch nach Teschen, wo er bei einem Orgelbauer 2 Monate lang arbeitete. Die größten Figuren, die er schuf waren lebensgroßen Darstellungen des heiligen Petrus, und heiligen Paulus, für die Olmützer Mauritzkirche. Große Aufträge für Krippenfiguren erhielt er aus Breslau und Neisse. Auch ins oberösterreichische Linz lieferte er einem Freund Krippenfiguren. Trotz hoher Schaffenskraft bleiben die Einnahmen gering, und so führte Josef Partsch ein bescheidenes Leben.

Die Firma Johann Plischke & Söhne besaß eine Krippe von Josef Partsch, wie auch das Museum in Freudenthal. Josef Partsch lebte alleine, wohnte später bei seiner Schwester, und zog nach deren Tod zu seinem Neffen in Engelsberg. Der Krippenschnitzer starb 1886.

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